Die Maut muss kommen

Die Pkw-Maut bleibt umstritten. Zuletzt waren Ausnahmen in Grenzregionen in der Diskussion. Archivfoto: dpa

Zu unserer Berichterstattung vom 11. März zum Thema Maut schreibt Ulfert Zergiebel aus Uelzen-Oldenstadt:.

Die Maut ist erforderlich, doch die Deutschen wollen sie offenbar nicht, weil sie eher dem Protest der EU-Staaten folgen, die schon seit Jahrzehnten abkassieren. Deren fadenscheinige und heuchlerische Ausrede ist, deutsche Fahrzeughalter würden durch niedrigere Kfz-Steuern einseitig begünstigt. Welche Vergünstigungen die jetzigen „Maut-Länder“ ihren Steuerzahlern „zurückgeben“, ist nicht bekannt, wahrscheinlich liegt das schon „sooo“ lange zurück ...

Es wird im Grunde nur deshalb EU-weit Stimmung gegen die Maut hier zu Lande gemacht, weil die „Freie Fahrt“ durch Deutschland ein Ende haben wird. Deutschland müsste aber ebenso wie Österreich ein Interesse daran haben, für die Reduzierung der Luftverschmutzung zu sorgen und natürlich Geld für den Fernstraßenbau einzunehmen. Auch muss der deutsche Fahrzeughalter entlastet werden, wenn er die Autobahn nutzt. Nur wie, ist nach dem Protest noch unklar – entweder direkt, oder besser indirekt.

Ohne Frage werden die Spediteure die Mautgebühren auf ihre Dienstleistung umlegen, die wiederum beim Hersteller der Güter anfallen. Seine höheren Stückkosten treffen jetzt alle Verbraucher – auch die mit kleinem Einkommen – die steuerlich nur durch eine Absenkung der Mehrwertsteuer entlastet werden können.

Wer immer noch glaubt, dass die deutsche Maut dem Steuerzahler Geld kosten wird, muss sich fragen, warum die Maut bisher nicht in den betreffenden Ländern abgeschafft wurde.

Kommentare