Marktcenter – streng vertraulich?

Zu den Bauplänen auf dem Marktplatz

Seit Monaten lesen wir in der AZ, dass die Namen der Investoren und der Inhalt der Angebote geheim sind und streng vertraulich behandelt werden müssen. Hier wird wohl wieder hinter verschlossenen Türen geschachert! Wir Bürger können davon ausgehen, dass uns eine endgültige Lösung vorgesetzt wird.

Dazu Archiv AZ-Blog Marktplatz Uelzen vom 18. September 2007:

Die Uelzener werden vor einer endgültigen Entscheidung über den Bau eines Marktcenters am Veerßer Tor zu Wort kommen. Die Mehrheit der SPD und FDP hat sich auf einer gemeinsamen Sitzung über diesen Weg verständigt. „Wir wollen damit ein Stück mehr Demokratie in Uelzen einführen.“ „Wir möchten die Menschen stärker in politische Entscheidungen einbinden.“ Dies ist der Fraktionsbeschluss von SPD und FDP vom September 2007, der von Bürgermeister Lukat unterstützt wurde.

Im Vordergrund der mir vorliegenden Ausschreibung für den Teilnahmewettbewerb steht der Verkauf des Grundstücks. Alles Weitere kann Verhandlungssache sein. Wenn ich davon ausgehe, dass Politik und Verwaltung an dieses Objekt mit der gleichen Kompetenz und Sorgfalt herangehen wie bei dem Ukraine-Geschäft der Stadtwerke, kann ich mir vorstellen, dass der Investor einfach das gesamte Gelände zu Parkplätzen ausbaut, die wir Bürger dann teuer bezahlen müssen. Der unsichere Baugrund im Überflutungsgebiet der Ilmenau schließt meines Erachtens jegliche wirtschaftliche Nutzung der hier angedachten Form aus.

Es stellt sich folgende Frage: Wozu braucht man eine Rechtskanzlei, um ein derartiges Projekt europaweit auszuschreiben, zumal es sich hier in erster Linie um Baumaßnahmen handelt? Wer ein derartiges Objekt auf der Basis bestehender Gesetze europaweit ausschreiben will, benötigt keine Rechtskanzlei.

Alfred Borrmann,

Uelzen

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