AZ-Leserbrief

„Lug, Trug und Täuschung“

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Jeder Politiker hat einen Eid auf unser Gesetz und die Achtung und das Wohl des Volkes geschworen. „Und was ist? Alles vernachlässigt ...“, konstatiert Dieter Penz.

Unter der Überschrift „Wo geht der Weg hin?“ schreibt dieser AZ-Leser:

Wann begreift man, dass es so nicht weiter gehen kann? Wir protestieren, demonstrieren – wir fordern und mahnen. Wir – wer sind wir?

Es ist ein Großteil der in diesem Land Lebenden, mal mehr oder weniger ihren Unmut Äußernde. Wir leben in Freiheit und zum Glück mit derselben für Meinungen und Kommentare – auch konkreten Anprangerungen. Die Politik, nein, die politisch Tätigen, die uns verwalten, die uns durch jedwede Regeln mehr oder auch minder „bestimmen“, in welcher Art und Denke wir zu leben haben. Sie hat in fast allen Dingen versagt. Wo ist heute noch die Menschlichkeit, die Gleichheit, das Wohl aller, die Unabhängigkeit von den uns leider nur noch bestimmenden Finanzriesen?

Selbst der Bauer ist in Abhängigkeit geraten – nein getrieben worden. Was ist Politik? Jeder muss und hat einen Eid auf unser Gesetz und die Achtung und das Wohl des Volkes geschworen. Und was ist? Alles vernachlässigt, viel zu vieles abgebaut, vernichtet. Dann kommt das Jammern heute. 20 Jahre falsches Entscheiden, Rückbau, Personalabbau in den wichtigsten Bereichen. Sie stellen sich heute als Verbesserer, Erneuerer und etwas noch nicht Vorhandenes Machende hin. Ich kann nicht nur den Kopf schütteln, ich frage mich: Was erlauben sich diese Politiker, entgegen vieler Hinweise, viele Dinge der Veränderung einfach zu ignorieren? Schlimmer ist es, sie ins Lächerliche zu ziehen: Wir machen, wir tun, und schon immer. Ehrlich? Lug, Trug, Verblendung und Täuschung. Ich und viele andere Menschen erkennen, dass wir Schritt für Schritt in eine Zeit kommen, wo wir Bedrängnisse (Pflege, Armut und Aggressivität, Menschenverachtung, Ausgrenzung) als alltäglich, ja normal hinnehmen müssen.

Jeder Mensch ist frei geboren. Kein anderer Mensch kann ihm die Freiheit absprechen. Hier braucht es endlich das Umdenken – vielleicht sogar ein Zurückdenken. Was macht eine Welt aus? Profit, Ausbeute oder Leben!

Dieter Penz, Uelzen

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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