„Unsinn Autobahn“

Leserbrief zum Artikel „Zwei Spatenstiche für die Autobahn“ (AZ vom 24. August)

Ein Bau der A 39 hätte klimaschädigende Folgen, warnt Ulrich Schulte. Man brauche keine PR-Aktionen wie den Spatenstich der JU, sondern handfesten Klimaschutz. Foto: loh
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Ein Bau der A 39 hätte klimaschädigende Folgen, warnt Ulrich Schulte. Man brauche keine PR-Aktionen wie den Spatenstich der JU, sondern handfesten Klimaschutz.

Leserbrief zum Artikel „Zwei Spatenstiche für die Autobahn“ (AZ vom 24. August):

Es hat mich erstaunt, wie zwei junge Kommunalpolitiker in einer vermeintlichen PR-Aktion besten Ackerboden wegschmeißen und sich dafür auf dieser Fläche Beton und Asphalt wünschen. Im Mailkontakt mit Herrn Matz wurde dann noch behauptet, dass die geplante A 39 die Umwelt schont, da sie Staus verhindert. Kein einziger Quadratmeter Straße ist eine CO2-Senke. Unser Landkreis muss sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren, wir sind nun mal ein Landkreis, der viel Landwirtschaft und lebensmittelverarbeitende Betriebe hat.

Der Klimawandel ist mittlerweile in Sichtweite. Wir alle spüren die Veränderung, da wäre es töricht, eine neue Autobahn zu bauen, wo das Geld dringend an anderen Stellen benötigt wird. Wir werden zukünftig für die Reparatur von Klimafolgeschäden wie Trockenheit, Bränden und Überflutungen erhebliche Mittel zur Verfügung stellen müssen, um die Gesellschaft zusammenzuhalten.

Wenn wir allerdings schon vor mehr als zwanzig Jahren konsequenten Klimaschutz weltweit betrieben hätten, würden wir uns heute in einer besseren Lage befinden. Auf der anderen Seite müssen wir nun endlich mit einem konsequenten Klima- und Ressourcenschutz beginnen. Wenn wir dies nicht in den nächsten zehn Jahren weltweit hinbekommen, können Kipppunkte entstehen, sodass die Menschheit keinen Einfluss mehr auf das klimatische Geschehen hat.

Es ist wirklich dringend, gemeinsam den Klimawandel zu begrenzen! Daher ist es völliger Unsinn, Autobahnneubauten in Erwägung zu ziehen. Wir müssen unseren Landkreis klimafest, CO2- und ressourcenneutral machen. Da sollten wir all unsere Energie gemeinsam mobilisieren und an einem Strang ziehen. Ulrich Schulte, Altenmedingen. Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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