Der Leser hat das Wort

Leserbrief: Sonnenenergie nicht auf Ackerflächen

Zum Artikel „Solar-Energie made in Veerßen“ (AZ vom 25. November):

Nichts dazu gelernt! Die Flächen zum Anbau von Lebensmittel werden immer weniger, die Weltbevölkerung immer größer und die Aufgabe der Landwirtschaft, ausreichend Produkte zur Herstellung von Lebensmittel anzubauen, immer schwieriger. Wieso werden diese Flächen immer weniger? Ganz einfach: Immer mehr Landwirte nutzen ihre Fläche für andere Einkommensmöglichkeiten wie zum Beispiel für den Anbau von Futtermais oder für Biogasanlagen oder Flächen für die Erzeugung von Solarstrom.

An dem Beispiel Veerßen kann man gut erkennen, wie wenig dazugelernt worden ist. Keine Frage, die Energiegewinnung aus der Sonnenenergie ist die Nummer eins unter den sich bietenden Möglichkeiten.

Was ist an dem Konzept Veerßen aus meiner Sicht nicht in Ordnung? Eine gute Ackerfläche wird für mindestens 20 Jahre verschwendet, obwohl es genug Alternativflächen gibt.

Alle versiegelten Flächen stehen hier zur Verfügung. Dächer, Wände von Gewerbegebäuden, Behörden und auch privaten Gebäuden. Parkplätze, unbrauchbare Freiflächen und so weiter. Kurzsichtig ist auch der einfache Einsatz von Solarenergie ohne Speicherung. Stand der Technik ist, die gewonnene Sonnenenergie in grünen Wasserstoff zu wandeln und somit zu speichern, um zu jeder Tages- und Nachtzeit eine gleichbleibende Strommenge liefern zu können. Mein Fazit ist: Sonnenenergie unbedingt – auf Ackerflächen aber auf keinen Fall. Volker Kahle, Uelzen

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