AZ-Leser wünscht sich weniger Hektik und Klagen rund um Weihnachten

Leserbrief: „Wir sollten nicht jammern“

AZ-Leser Norbert Blazytko aus Nateln wünscht sich weniger Hektik und Klagen rund um Weihnachten und den Jahreswechsel, stattdessen mehr Zufriedenheit.
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AZ-Leser Norbert Blazytko aus Nateln wünscht sich weniger Hektik und Klagen rund um Weihnachten und den Jahreswechsel, stattdessen mehr Zufriedenheit.

Seine Gedanken zur alljährlichen Hektik rund um Weihnachten und den Jahreswechsel fasst dieser Leser zusammen:

Als ich auf den Kalender schaute, war ich total überrascht: Wieder ist Weihnachten – und auch in diesem Jahr fällt der „Heilige Abend“ auf den 24. Dezember. Wer hätte das gedacht? Wer hätte es ohne den Blick auf den Kalender gewusst? Diese Gedanken „überkommen“ mich fast in jedem Jahr, wenn ich die Hektik meiner Mitmenschen wenige Tage vor dem Weihnachtsfest beobachte.

Dabei könnte man seinen Adrenalinspiegel gesundheitsfördernd niedrig halten, wenn man sich einfach zur Regel macht: Nach Weihnachten ist vor Weihnachten, nach einem Geburtstag ist vor einem Geburtstag. Dann hat man jeweils fast ein ganzes Jahr Zeit, auf die Wünsche der zu Beschenkenden, die man erfüllen möchte, zu achten. Und erspart dem Beschenkten den Umtauschtrubel und die Enttäuschung.

Und das neue Jahr, dass uns in jedem Jahr erneut bevorsteht? Wir wünschen uns wohl alle, dass das neue Jahr besser wird als das jeweils abgelaufende. Ja – das letzte und das vorletzte Jahr war „dank“ Corona tatsächlich für fast alle von uns mit vielen Problemen behaftet. Da scheiterten Urlaubs- und sonstige Freizeit- und womöglich auch berufliche Pläne zu Hauf. Aber wir sollten nicht darüber jammern, sondern daran denken, wie gut wir hier in der Lüneburger Heide diese Zeit überstehen konnten. Nicht nur, weil wir hier weniger von Corona betroffen waren, als dies in den meisten anderen Gegenden unserer Republik der Fall war, sondern auch, weil wir in diesen beiden Jahren von Katastrophen verschont geblieben waren. Ich denke da an die Menschen im Westen Deutschlands, die im wahrsten Sinne des Wortes ihr Dach über dem Kopf verloren haben. Und noch lange nicht wissen, wann sie wieder ein Dach über dem Kopf haben werden.

Aber auch unter uns sind viele, die ganz plötzlich und unvorhersehbar schlimme Schicksalschläge hinnehmen mussten. (...) Denken wir auch daran, dass es uns hier in Deutschland, hier in der EU noch weitaus besser geht, als den meisten anderen Menschen auf der Welt.

Deshalb sollten wir uns für das neue Jahr vor allen Dingen Zufriedenheit wünschen. Und für unser Leben in der Vergangenheit dankbar sein. Das wünscht sich von ganzem Herzen. Norbert Blazytko, Nateln

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich hierbei Kürzungen vor.

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