Lange Nasen auf dem Parkplatz Ämterzentrum

Leserbrief zur Parkplatzsituation am Ämterzentrum in Bad Bevensen:

Ein wahrer Schildbürgerstreich gelang den Entscheidungsträgern der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf am 3. September, dem 1. Schultag nach den Sommerferien. Frau KGS-Lehrerin machte sich auf den Weg ins neue Schuljahr.

Wohlwissend, dass der winzige und nadelöhrartige Parkplatz der Schule an diesem Tag ein unbeschreibliches Verkehrschaos hervorruft, wich sie zu früher Stunde wie üblich auf den Parkplatz am Ämterzentrum aus, parkte dort in der ersten Reihe und machte sich auf den Weg in den Unterricht.

Nichtsahnend fand sie allerdings nach dem Unterricht einen Verwarnungsgeldzettel für Parken ohne Parkschein fröhlich flatternd an der Windschutzscheibe vor. Denn während sie sich zur Entspannung in den verdienten Sommerurlaub begab, stellten die Mainzelmännchen der Gemeinde einen Parkscheinautomaten für den gesamten Parkplatz auf, was Frau Lehrerin in der Eile gar nicht bemerkte.

Dass die Medien sie freundlicherweise auf diese Parkproblematik nach den Ferien vorbereiten wollte, hatte sie im Auslandsurlaub irgendwie übersehen….

Offen bleibt die Frage nach Parkraum für die über 150 Lehrenden und Mitarbeitenden der KGS Bad Bevensen oder deren volljährige Oberstufenschüler mit Auto, die innerhalb von 2 Jahren rund um die riesige Schule mindestens 40 Parkplätze gestrichen bekamen.

Wenn Frau Lehrerin nun nur ihre Schultasche zu transportieren hätte, könnte sie sogar mit dem Fahrrad zur Schule fahren oder sie könnte in den kurzen Bülten an den leerstehenden Supermarktgebäuden parken. Sie wird nun einfach künftig ihre Schüler anhalten, ihre Klassenarbeit im Postkartenformat zu gestalten, um den Transport zum Auto möglich zu machen.

Susanne Malchow,

Bad Bevensen

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