Der Leser hat das Wort

Leserbrief: Nicht vorausgedacht

Die Organisation der mobilen Impfkampagne ist für Norbert Blazytko ein Armutszeugnis für den Landkreis.
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Die Organisation der mobilen Impfkampagne ist für Norbert Blazytko ein Armutszeugnis für den Landkreis.

Zu den Artikeln „Impfstoff reicht nicht für alle“ und „Nicht jeder kommt zum Zug“ (AZ vom 23. und 25. November).

Erst zum wiederholten Mal das Desaster mit der Glasfaserversorgung. Nun das nächste Desaster mit der Coronaimpfung. Offensichtlich funktioniert im Kreis Uelzen nichts, was nicht schon seit vielen Jahren nahezu unverändert läuft.

Erst verpennt der Kreis die Zukunftsfähigkeit seiner Bewohner, nun gefährdet er durch sein Versagen auch noch die Gesundheit und sogar das Leben seiner Bürger! Viele von denen, die nach unzumutbar langem Anstehen unverrichteter Dinge – also ungeimpft – wieder nach Hause geschickt wurden, werden sich das nicht noch einmal „antun“.

Und damit nicht nur ihr Leben und ihre Gesundheit gefährden, sondern auch das Leben und die Gesundheit ihrer Mitbürger.

Dabei hatte der Kreis lange genug Zeit, sich auf die neue „Impfwelle“ einzustellen. Aber das hätte ja erfordert, dass sich die Verantwortlichen aus dem normalen Arbeitsrhythmus hätten herausbewegen müssen. Vorrausdenken, Planung und Organisation wären erforderlich gewesen. Leute die dazu in der Lage sind, scheinen nicht in den Leitungsfunktionen des Kreis Uelzen vorhanden zu sein. Und wieder frage ich mich: Wo bleibt die entsprechende Reaktion des Kreistages?

Die Bundesbürger sind bei der letzten Bundestagswahl aufgewacht und haben zu erkennen gegeben, dass es ein „weiter so“ nicht geben darf. Vielleicht schafft es die neue Bundesregierung ja tatsächlich, Deutschland auf neue erfolgreiche Pfade zu führen. Ein solches „Aufwachen“ braucht auch der Kreis Uelzen. Und nicht nur die Lobhudelei mit Bildern und Erfolgsberichten in den Medien für selbstverständlichstes Agieren. Sonst sind wir hier sehr bald wieder dunkelstes (wirtschaftliches) „Zonenrandgebiet“ inmitten von Deutschland. Wahrscheinlich sind wir das schon – und waren nie etwas anderes. (...) Norbert Blazytko, Nateln. Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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