Was ist los mit den Uelzer Politikern?

Leserbrief zum Marktcenter-Bau in Uelzen:

Wenn ich die Aussagen der Uelzener Stadtpolitiker zur Beschwerde der GWB Immobilien GmbH in der AZ lese, stockt mir der Atem. Eine Bewertung der aktuellen Situation beim Marktcenter fällt allen schwer, weil die Materie so komplex sei. Hallo, aber dann muss ich mich doch schlau machen, sonst kann und darf ich doch darüber gar nicht entscheiden!

Erst durch dieses Schreiben der GWB wird Herr Hüdepohl nun aktiv, will das in den VA bringen. Wo sind wir? Warum hat er das nicht viel früher thematisiert? Wenigstens schlägt er schon mal kritische Töne an. Während Ralf Munstermann lediglich den ehemaligen Investor GWB in die Ecke stellt, der nur noch etwas herausschlagen möchte. Ansonsten vertraut er auf die Arbeit der Stadtverwaltung.

Herr Schorling wundert sich, dass die GWB sich gar nicht an der Ausschreibung beteiligt hat. Aber das liegt doch auf der Hand, weil das Projekt zu damaligen Bedingungen unwirtschaftlich war. Auch er muss sich ansonsten auf die korrekte Arbeit der Stadtverwaltung verlassen.

Ich dachte immer, es ist Aufgabe der Politik, die Verwaltung wie ein Aufsichtsrat zu kontrollieren. Im Auftrag der Bürger? In Uelzen ticken die Uhren wohl anders. Und Herr Scheele-Krogull soll doch nicht immer nur seine platten Aussagen verkünden, dass alles in Ordnung ist, sondern den Politikern seine Akten offenlegen. Wenn er das verweigert, muss der Rat eben mit entsprechender Mehrheit ein Akteneinsichtsrecht erwirken!

Wilhelm Sties,

Hamburg

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