Leserbrief: „Einzelschicksale dürfen hier keine Rolle spielen“

Zu der Kandidatur von Uelzens Fußball-Kreisvorsitzendem Gerd Lüdtke auf einen Stellvertreterposten im neuen Fußballkreis Heide-Wendland schreibt der ehemalige Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichterassistent Carsten Kadach aus Grünhagen (AZ-Bericht vom 8. Juni, Seite 19: „Ein Tritt in den Hintern“).

Mit Befremden habe ich den Bericht in der AZ über die öffentliche Vorstellung des designierten Vorstandes des neuen Heide-Wendland-Fußballkreises gelesen.

Dass sich ein Vorstand neu aufstellt und dabei sein Personal mit Weitblick für die Zukunft zusammenstellt, liegt in der Natur der Sache. Dass aber der Uelzener Kreisvorsitzende Gerd Lüdtke mit nunmehr 73 Lenzen seine Ansprüche stellt und kandidieren will, zeigt eine Persönlichkeit, die nicht verstanden hat, um was es im Kern geht.Dass sich ein Vorstand neu aufstellt und dabei sein Personal mit Weitblick für die Zukunft zusammenstellt, liegt in der Natur der Sache. Dass aber der Uelzener Kreisvorsitzende Gerd Lüdtke mit nunmehr 73 Lenzen seine Ansprüche stellt und kandidieren will, zeigt eine Persönlichkeit, die nicht verstanden hat, um was es im Kern geht.

Sicher hat die 13-jährige Amtszeit von Gerd Lüdtke als Kreisvorsitzender auch gute Seiten gehabt. Trotzdem trifft hier der Satz: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ auf Lüdtke wie bei keinem anderen zu.

Dass die jetzt (viel zu spät) endende Amtszeit häufig unter mangelnder Persönlichkeit und Souveränität litt, sicher auch kein Geheimnis. Dennoch basiert das ehrenamtliche Miteinander im Kern auf einer großen Vertrauensbasis. Genau dieser Punkt dürfte dem designierten Vorstand bei Lüdtke gefehlt haben.

Auch die mangelnde Loyalität zu seinen Gremien im Kreis Uelzen und deren Ausschussmitgliedern ist dabei sicher nicht verborgen geblieben und wiegt besonders schwer. Dass ein Vorsitzender auf dem Kreisfußballtag in Veerßen einen der Seinen in der Öffentlichkeit bloßstellt und angreift, ist peinlich und unehrenhaft. Wie auch das ständige Anzweifeln der Arbeit von gewählten Ausschussmitgliedern seiner Gremien, die bis hin zur Unterstellung der Unfähigkeit gipfelten und das bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf so gut wie allen Sportplätzen des Kreises Uelzen, als ein absolutes „No Go“ angesehen werden muss. Jetzt bei den Vereinen hausieren zu gehen und um Stimmen für sich zu werben mit dem Argument: „Ich habe Zeit und bin immer für Euch da“, ist denn auch nicht mehr als eine erbärmliche Werbekampagne.

Dieser neue Heide-Wendland-Kreis ist ein Konvolut von drei Fußballkreisen, das zusammenwachsen muss und sicher keinen Störenfried gebrauchen kann. Das G. Lüdtke auch künftig den Schiedsrichter-Spesenpool betreuen soll, ist nach meiner Ansicht für den neuen Vorstand ein hohes Risiko und wird dazu führen, dass die Arbeit massiv beeinflusst wird, ein ruhiges Miteinander somit nur noch ein Wunschtraum sein wird. Somit dürfen Einzelschicksale hier absolut keine Rolle spielen, da das Ganze zu betrachten ist.

Dass den Delegierten am 23. Juni bei der konstituierenden Sitzung im Bad Bevenser Kurhaus eine immense Verantwortung zukommt, liegt auf der Hand. Wo sicher zu wünschen ist, dass sich alle Delegierten für die Fußball-Zukunft des neuen Heide-Wendland Kreises ohne Gerd Lüdtke entscheiden werden.

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