Leserin berichtet von abenteuerlichen Touren durch den Landkreis Uelzen

Leserbrief: „Halbillegal in einer Baustelle“

Von abenteuerlichen Touren durch den Landkreis Uelzen berichtet AZ-Leserin Ute Knüpfer angesichts der Vielzahl von Baustellen. foto: becker
+
Von abenteuerlichen Touren durch den Landkreis Uelzen berichtet AZ-Leserin Ute Knüpfer angesichts der Vielzahl von Baustellen.

Zu den zahlreichen Baustellen in Hansestadt und Landkreis Uelzen äußert sich diese Leserin:

Liebe AZ, ich irre mit dem Auto im Landkreis umher! Hilfe! Seit dem Bestehen der vielen Baustellen zum Beispiel im Suderburger und im Uelzener Raum komme ich absolut nicht mehr klar mit der Verkehrsführung.

Als ich beispielsweise im August mit einem meiner Söhne von Ebstorf aus zur Oma nach Köln fahren wollte, ist es uns erst im vierten Versuch geglückt, den Landkreis Uelzen überhaupt zu „durchbrechen“ – und das trotz Navi und trotz Beschilderungen. Ein zufällig sich in seinem Garten aufhaltender Herr hat – nachdem wir seinen Garten zum dritten Mal passiert hatten – uns dann „die Lösung“ über Wriedel verraten. Aaaaaah.

Übrigens hatten währenddessen etliche Auto- und Lkw-Fahrer das gleiche Problem. Vor dem Garten des besagten freundlichen Herrn wurde viel gewendet und immer wieder vorbeigefahren. Nun, ich muss öfter wöchentlich nach Suderburg. Auch von Ebstorf aus. Zack – Suderburg ist plötzlich gesperrt. Am Bahnhof bin ich dann nach rechts abgebogen. Mein Navi war unglücklich darüber und wollte mich immer zurücklenken.

Also erst beim dritten Versuch bin ich nicht wieder vor der Absperrung gelandet. Die Rückfahrt hab ich auch lange nicht so wie die Hinfahrt hinbekommen. Wieder konnten weder Navi noch Beschilderung unterstützen. Also, es war eher gegenteilig, deshalb habe ich „beide“ ignoriert. Ich habe mir dann Orte auf einen Zettel geschrieben, durch die ich zum Ziel kommen konnte. Mit denen habe ich dann als Zwischenziele mein Navi gefüttert. (...)

Einmal bin ich mindestens halbillegal in einer Baustelle gelandet. Ich sage jetzt nicht wo, meine Söhne waren entsetzt: „Mama, das ist total verboten“ – „Seid still, da müssen wir jetzt durch“ (Entschuldigung an meinen Wagen wegen der einen Kante, an der wir hart aufgesetzt haben). Aber wir haben es geschafft, uns nach Ebstorf durchzukämpfen (ohne eine frische Betondecke aufzufräsen oder so, keine Angst).

Sich zur UPS-Station im Landkreis durchzuarbeiten ist ähnlich abenteuerlich – als wenn man das Straßennetz erst als erster Mensch erschließen müsste.

Wenn man/frau ein Problem hat, sollte man/frau ja auch einen Lösungsvorschlag parat haben – meiner ist: Liebe AZ, kann in Deiner Montagsausgabe nicht immer ein aktualisierter DIN-A3-Plan mit den Baustellen im Landkreis – auf einer Landkarte gekennzeichnet – beiliegen? Es gibt doch so viele fähige Menschen bei den Behörden, die solche Pläne bestimmt eh haben... Also uns würde es das Leben in unserem schönen Landkreis sehr erleichtern. Liebe Grüße!

P.S.: Wenn eine ältere Dame in einem älteren weißen Geländewagen immer wieder an ihrem Grundstück vorbeifährt – alle fünf Minuten etwa – keine Angst: Ich bin‘s. Ich will Sie nicht ausspähen, ich irre nur wieder umher. Ute Knüpfer, Ebstorf

Leserbriefe geben die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare