Leserbrief: „Früher war es doch auch möglich“

Für Fischarten wie das Neunauge, die Elritze oder die Groppe sowie die Bachmuschel und Kleinlebewesen will der Landkreis Uelzen den natürlichen Lauf der Ilmenau an der Mühle in Medingen wiederherstellen. Bislang wirkt das Wehr, das die Ilmenau aufstaut, für viele Tierarten als unüberwindbare Barriere.
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Für Fischarten wie das Neunauge, die Elritze oder die Groppe sowie die Bachmuschel und Kleinlebewesen will der Landkreis Uelzen den natürlichen Lauf der Ilmenau an der Mühle in Medingen wiederherstellen. Bislang wirkt das Wehr, das die Ilmenau aufstaut, für viele Tierarten als unüberwindbare Barriere.

Zum Artikel „Vorfahrt für Fische/Medinger Mühle soll keinen Strom mehr erzeugen“, AZ vom 3. August, schreibt dieser AZ-Leser:

Jetzt soll also doch das Wasserrecht aufgegeben werden. Ich bin kein Wasserbauer, aber ich denke, dass das Stauziel an der Mühle nicht wesentlich nach oben oder unten verändert werden kann. Beides hätte deutliche Auswirkungen auf den Wasserstand in den Feuchtauen und die Verschlammung oberhalb der Mühle.

Soll also das gesamte Wasser, das jetzt der Stromerzeugung dient, für eine Aufstiegshilfe genutzt werden? Wie soll künftig bei Hochwasser die Regulierung erfolgen? Warum geht in Deutschland immer nur das Eine oder das Andere? Es muss doch möglich sein, eine Variante zu finden, mit der man sowohl Strom erzeugen als auch die Durchgängigkeit erreichen kann?

Früher muss es ja für Aal und Co. auch möglich gewesen sein, die Mühle zu überwinden. Auf den früher vorhandenen Umlaufgraben sei noch einmal hingewiesen.

Warum ich für meine kleine Solaranlage gefördert und gelobt werde, andererseits die Möglichkeit für circa 200 Haushalte, recht umweltfreundlich Strom zu erzeugen, aufgegeben wird, verstehe ich nicht. Eckard Rieckmann, Klein Bünstorf

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Kürzungen behält sich die Redaktion vor.

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