Der Leser hat das Wort

Leserbrief: „Den Bürgerinnen und Bürgern reicht es“

Müllsammeltag und Sauberkeitswochen reichen nicht, schreibt Christina Deuter, da die Pflege der Grünanlagen vernachlässigt werde.
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Müllsammeltag und Sauberkeitswochen reichen nicht, schreibt Christina Deuter, da die Pflege der Grünanlagen vernachlässigt werde.

Eine Reaktion auf die Leserbriefe „Tristesse am Südeingang der Hansestadt“ „Uelzen geht nicht pfleglich mit Großgrün um“ sowie „Lebensgefährlich für Radfahrer“.

Diese Leserbriefe sind im höchsten Grade gerechtfertigt. Seit Jahren prangere ich diese unhaltbaren Zustände an, die nicht gerade vorbildlich für eine Hansestadt wie Uelzen sind. Meine Leserbriefe, Schreiben an den neu gewählten Bürgermeister, Anrufe und Schreiben an den zuständigen Betriebsleiter Andre Schlothane ergaben nur die Reaktion, dass die Stadt Uelzen zur Zeit kein Geld für die Pflege der Grünanlagen hat, und dass man der „Natur seinen Lauf lassen soll!“. Man sitzt diese Problematik seit 2019 ganz einfach aus.

Dem Uelzener Bürgermeister sind derzeit, wie man es in großartigen Plakaten lesen kann, Zukunftsprojekte in die Wege zu leiten, die viel Geld verschlingen, wichtiger als die Pflege der Grünanlagen und die Sauberkeit der Stadt Uelzen. Bürger und Bürgerinnen sollen Vorschläge für diese Projekte unterbreiten. Nur die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sind dem Bürgermeister nicht wichtig, denn seit drei Jahren hat sich an der Situation der Grünanlagenpflege und Sauberkeit der Straßen absolut nichts verändert.

Da wird ein Müllsammeltag einmal im Jahr von der Stadtverwaltung organisiert, so auch in diesem Jahr. Drei Tage später nach der Sammelaktion stellen Bürgerinnen und Bürger fest, das nach wie vor Plastikdosen, Glasflaschen, Brötchentüten, massenhaft alte Masken, diverses Verpackungsmaterial in den städtischen Grünanlagen liegen.

Inzwischen liegt auch das Laub der von der Stadt gepflanzten Bäume 60 cm hoch in den städtischen Beeten. Jeden Tag müssen wir den Fußgänger- und Radwegebereich vor unseren Grundstücken sauber halten. Gerade am Vortag hatten wir alles vom Laub befreit und schon weht das städtische Laub wieder auf den Rad- und Fußgängerweg. In Lüneburg, so war es neulich im Radio zu erfahren, wird dafür jede Woche das Laub zweimal im Straßenbereich entfernt. Wir Bürgerinnen und Bürger müssen in Uelzen Straßenreinigungsgebühren bezahlen, und wenn wir unsere Wege nicht reinigen, droht eine Strafe. Auch die Stadt – Eigentum verpflichtet meines Erachtens – hat für ihre Anlagen dafür zu sorgen, dass niemand auf den vielen Wegen auf dem nassen, nicht weggeräumten massenhaften Laubanfall ausrutschen kann, beziehungsweise die dicken Äste der Bäume in der Dunkelheit die Unfallgefahr für Radfahrer erhöhen.

Mir und vielen anderen Bürgerinnen und Bürgern reicht es langsam.

Christina Deuter

Uelzen

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