Es lebe die Kunst!

Zum Bericht „Bäume, die Gedichte erzählten“ über eine Kunstaktion im Bad Bevenser Wilhelmspark (AZ, 4. Juni 2015) schreibt Helmut Schmidt-Köhnecke aus Uelzen:

Was nennt sich schon seit geraumer Zeit alles Kunst? Die beliebige Präsentation von Gebrauchsgegenständen, Schmierereien oder gar Fäkalien etc. genügt offenbar den höchsten Bildungsansprüchen einer sich im Geiste degressiv entwickelnden, sogenannten Zivilgesellschaft. Ein nicht zu unterschätzender Tiefpunkt ist jetzt ja anscheinend in Bad Bevensen gelungen, wo „jeder Baum ein Gedicht“ sein soll, der eine Rindenbemalung aufweist. Ist sich die selbsternannte Künstlerin eigentlich im Klaren, welches schreckliche Beispiel sie damit für die Flächenbeschmierer – deren Hinterlassenschaft auf fremdem Eigentum aber auch gar nichts mit Graffiti gemein hat – geliefert hat?

Freuen wir uns darauf, dass zukünftig neben allen sich bietenden Flächen nun endlich auch die Bäume und Sträucher „bepinselt“ werden. Es lebe die Kunst!

Die naturkundlichen Kenntnisse sowie das biologische Grundwissen scheinen allen hierfür verantwortlichen Entscheidungsträgern wohl abhanden gekommen zu sein. Bravo, weiter so.

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