Laienhafte Umsetzung

Gute Ideen schlecht umgesetzt – das ist die Auffassung von Volker Kahle bezüglich der Umsetzung von (Bau-)Projekten in Uelzen. Foto: Mitzlaff
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Gute Ideen schlecht umgesetzt – das ist die Auffassung von Volker Kahle bezüglich der Umsetzung von (Bau-)Projekten in Uelzen. Foto: Mitzlaff

Zum Beitrag „Bruchlandung eines Bauamtes“ (AZ vom 5. Dezember) schreibt Volker Kahle aus Uelzen:.

Fast jeder Bürger weiß schon seit Wochen, dass Aldi in das Marktcenter einziehen wird. Die Räumlichkeiten werden schließlich nicht erst seit gestern für Aldi hergerichtet. Auch weiß fast jeder Bürger, dass das Parkhaus bereits rund 20 cm im Boden versunken ist – und dies, ohne dass ein Auto drinstand und ohne das erste Hochwasser. Dass dieses Gebäude so niemals freigegeben werden kann, ist jedem klar. Der Stadtrat und dem Bürgermeister allerdings nicht. Wir sollten das Wort Stadtrat in „Laienspielgruppe“ ändern, das würde die Qualifikation dieser Truppe besser beschreiben.

Der Ansatz, ein Einkaufszentrum im Stadtbereich zu schaffen, das Kunden aus dem Umland nach Uelzen zieht, war schon richtig. Bei der Umsetzung sind aber alle Fehler, die man machen kann, gemacht worden: 100 Punkte! Diese Laienspielgruppe hört aber nicht auf. Nach Mycity-Desaster und Altem Rathaus droht nun mit dem Markt- center das nächste Millionengrab.

Die Innenstadt soll geflutet werden und einen Hafen bekommen (Ilmenauufer). Der Bürgermeister wird in Zukunft mit dem Schiff zur Arbeit fahren, da muss er sich keine Sorgen um einen Parkplatz machen, oder dass der Parkplatz im Boden versinkt. Nur die Gefahr auf einen Eisberg zu fahren und im Hafen zu versinken ist hoch. Das wird der Stadt Uelzen den Rest geben.

Im Grunde sind all die aufgeführten Themen tolle Projekte, die bei richtiger Umsetzung auch das bewirkt hätten oder bewirken würden, was sie sollen. Aber nicht mit diesem Bürgermeister und diesen Stadträten. Im Laufe des letzten Jahres hat sich bei allen wichtigen strategischen und finanziellen Themen gezeigt, dass diese Truppe nicht, aber auch gar nichts zuverlässig von Anfang bis Ende umsetzen kann – außer die Stadt in den Ruin zu treiben. Wir Uelzener Bürger sollten etwas unternehmen und nicht nur reden oder schreiben.

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