Länder fördern gemeinsam Kultur

Leserbrief zum Artikel „Viel Ertrag nach holprigem Start“, AZ vom 19. Januar:.

Was hat Äthiopien mit der deutsch-französischen Freundschaft zu tun? Diese Frage kam mir gleich in den Sinn, als ich in der AZ die Informationen zum 50-jährigen Jubiläum des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags gelesen habe. Als Erstes fielen mir die Erfolgsgeschichten des deutsch-französischen Jugendwerks ein, aber auch die weit über 2000 deutsch-französischen Partnerschaften, die als wesentliche strategische Maßnahmen über all die Jahre bei der Völkerverständigung nachhaltige Wirkung entfaltet haben. Das wusste man ja aber eigentlich schon alles! Aber haben Sie auch das gewusst: Ergänzend zu den Projekten der deutsch-französischen Freundschaft hier in Europa hatten die beiden Regierungen im Jahr 2002 zur Vorbereitung des 40-jährigen Jubiläums des Freundschaftsvertrages beschlossen, nunmehr auch Kontinente-übergreifend in Entwicklungsländern gemeinsame Kulturprojekte durchzuführen. Als erstes Kulturprojekt wurde damals in den Drittländern ein Musikwettbewerb ausgeschrieben. In Äthiopien hatten sich die beiden Kultur-Einrichtungen, die „Alliance Ethio-Francaise“ und das deutsche „Goethe-Institut“ beteiligt. Gemeinsam hatten sie ein Projekt initiiert und äthiopische Künstler beauftragt, lyrische Texte und äthiopische Musik für eine CD zusammenzustellen. Unter 160 Bewerbungen wurde die CD „Meleya Keleme“ ausgewählt. Bei der Uraufführung dieses einmaligen und unvergessenen Musikkonzerts, die im November 2003 im Hilton-Hotel von Addis Abeba stattfand, konnte ich damals als Gast dabei sein. War es da etwa ein Zufall, dass ich jetzt zusammen mit meinen Gästen die Disk mit der besonderen Musik hier in Oldenstadt hörte – und dass genau an dem Tag, an dem über das 50-jährige Jubiläum des deutsch-französischen Freundschafts-Vertrages in der AZ berichtet wurde? Deutsch-französisch Freundschaft ist eben total global.

Anne Schorling,

Oldenstadt

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