AZ-Leserbrief

„Das ist die Kunst des Lehrers“

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Der Streit um die Sommerferien ist nicht neu. Gleichmäßige Schuljahre sind wünschenswert, aber nicht unabdingbar, meint AZ-Leserin Dr. Astrid Tammer.

Zum Streit um die Sommerferien erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Der Streit um die Sommerferien und die damit verbundene Verengung des Ferienkorridors ist ja nicht neu. Vor mehr als 20 Jahren wurde dies ja schon einmal versucht und man hat die vielen negativen Begleitumstände gemerkt und offensichtlich nicht daraus gelernt.

Gleichmäßige Schuljahre sind wünschenswert, aber nicht unabdingbar, ungleiche Schulhalbjahre sind tatsächlich schwierig – ich bin Lehrerin –, aber durch sinnvolle Stoffverteilung machbar.

Wenn man eine feste Ferienzeit für alle festlegen will, dann mein Vorschlag: Das Bundesland, das eigentlich spät beginnt und so erst im September die Schulen wieder öffnet, das verzichtet auf die Herbstferien, bekommt aber verlängerte Sommerferien. Wenn diese (Herbstferien-)Wochen vor den Ferienbeginn gelegt werden, bleibt der Korridor weit (Ferienhausvermieter usw.). Die Sommerferien werden dadurch für dieses Bundesland länger, aber der Vorteil ist, dass die Schulzeit dann durchgehend von September bis Weihnachten läuft und nicht nach kürzester Zeit wieder durch die Herbstferien durchlöchert wird.

Die vorgeschriebene Anzahl Klausuren ist damit besser hinzukriegen und für die jüngeren Schüler werden das Gefühl „Schule ist auch Leben“ und die Arbeitshaltung gestärkt. Die Schüler bei einer so verlängerten Schulperiode „bei der Stange zu halten“, ist halt die Kunst des Lehrers, und die sollte er/sie beherrschen.

Dr. Astrid Tammer, Heuerstorf

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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