Kulturschaffende fordern nur

Leserbrief zu Bericht „Kultur ist kein Luxus“, AZ vom 12. Januar:.

Kultur muss auf jeden Fall gefördert werden, aber die öffentlichen Geldgeber haben ebenso das Recht, etwas für die Förderung zu fordern. So könnten sie doch unter anderem eine Zusammenarbeit der Kulturschaffenden fordern und somit ließen sich Einsparungen erzielen. Die etwa 80 Kulturschaffenden des Manifestes fordern aber in ihrem Anliegen wieder nur. Sie sind eben nicht bereit, sich selbst mal an einen Tisch zu setzen und über den Spargedanken nachzudenken.

Die Theaterlandschaft wird mit circa 60 000 Euro jedes Jahr gefördert, knapp die Hälfte würde ausreichen, wenn die Kurstadtbewohner in ihre Kurbahn steigen und nach Uelzen kommen. Dort laufen die identischen Stücke immer etwa drei Wochen früher. Aber vom Heideverein gibt es seit Jahrzehnten immer nur eine Abneigung gegenüber der Kreisstadt. Schade!

Der Landkreis Uelzen selber schmeißt mit Kulturgeldern nur um sich, als hätte er zuviel davon, und von der Kreispolitik gibt es nicht einen Streichgedanken im dortigen Haushalt.

Und wenn ich Bad Bevenser Namen in der Unterschriftenliste des Manifestes lese, frage ich mich, wo in Bad Bevensen im Kulturbereich über Kürzungen nachgedacht wird. Der Bürgermeister ist doch ein absoluter Kultur-Freak und erstickt solche Gedanken schon seit Jahren in Stadt und Kreis sofort im Keim. Im Umkehrschluss werden mit dem Manifest der Kulturschaffenden Kürzungen an Pflichtaufgaben der Kommune gefordert, damit „ihre“ Kultur weiter im Überangebot leben kann.

Sabine Traustein,

Uelzen

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