Kultur sehr wichtiger Standortfaktor

Dietrich Wiedemann äußert sich zur Uelzener Haushaltsberatung, insbesondere zum Aspekt Kultur:

Frau Lange-Brachmann ist zuzustimmen: Kultur als kommunaler Standortfaktor ist wichtiger, als man es sich gemeinhin vorzustellen vermag. Im Grunde geht es nicht um Kultur an sich, sondern darum, notwendige Fachkräfte dafür zu motivieren, berufliche Angebote in einer Kleinstadt anzunehmen. Ich kenne zwei Kommunen in der Nachbarschaft, die auf diesem Gebiet große Schwierigkeiten haben. Gar nicht selten findet man schließlich einen Bewerber, der dann aber täglich einpendelt und nicht bereit ist, an seinen Arbeitsort umzuziehen. Leben und Freizeit im bisherigen Umfeld sind ihm wichtiger. Und dazu gehört das kulturelle Angebot. Uelzen ist in der misslichen Lage, sich nicht nur mit Lüneburg, Salzwedel und Celle als Nachbarn messen lassen zu müssen. Auch Lüchow-Dannenberg bietet ein Mehrfaches an Kreativität. An diese Feststellung schließt sich allerdings eine Frage an: Beruht das, was wir im Wendland vorfinden, auf öffentlicher Förderung? Der Landkreis dort ist so überschuldet, dass er zu zusätzlichen freiwilligen Leistungen nicht in der Lage sein dürfte. Und der Staat ganz oben? Ich kann mir vorstellen, dass es Wendland-Bewohner gibt, die eine solche Förderung ohne Dank ablehnen. Wo liegen also die Finanzquellen kultureller Kreativität?

Dietrich Wiedemann,

Uelzen

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