Kritik an teuren Kreiseln

Leserbrief zu "Nur stümperhaft realisierbar", AZ vom 18. Juli:

Am vergangenen Dienstag bin ich offenen Auges durch die Innenstadt gegangen und musste feststellen, wie furchtbar alles aussieht. Dabei fiel mir dann die Zahl 1,7 Millionen Euro ein, die die Stadt für ihre Grünpflege ausgibt. Und ich muss zugeben, man sieht es nicht, das eine so große Summe aufgewendet wird.

Wenn ein Tourist durch die Marktstraßen schlendert, was durchaus möglich ist, wird ihm ein ganz schlechtes Bild von Uelzen geboten. Von den Leerständen, wofür die Stadt nichts kann, mal abgesehen, sieht es Teilweise aus wie in einem Dschungel. Hier ein paar Beispiele: Unkraut, kindshoch, wuchert an der Stadtmauer, die auch noch im dunklen beleuchtet wird.

Sieht bestimmt toll aus, wenn die wild wachsenden Pflanzen dann ihre Schatten werfen. Gehwegsränder, überall in der Stadt, zugewuchert kleinere Plätze, in der Nähe von Schulen usw., bewachsen Aber am schlimmsten sieht es um die Heiligen Geist Kapelle in der Lüneburger Straße aus.

An dem historischen Gemäuer wuchern Unkräuter mit Rissen in den Mauern in die Höhe um die Wette. Der kleine Platz ringsum ist von einem verwaisten Beet kaum zu unterscheiden. Viele der Einfassungen der Kreisverkehre oder die Fahrbahnzwischenbegrenzung, entweder leer oder zugewachsen Das neugestaltete Teilstück der Nordallee, dort wurden zwar Bäume gepflanzt aber die Zwischenräume wurden sich selber überlassen. Keine Raseneinsaat, sondern sprießendes Unkraut.

Das die Stadt Uelzen sparen muss ist unbestritten aber wird das wieder an der falschen Stelle gemacht? Frisst der Um- und Ausbau des „alten Rathauses“ jeden verliebenden Cent auf? Da muss ich sagen, selber Schuld! Mit einer Erlebnisgastronomie, die ihr eigens gebrautes Bier angeboten und vor allem, Geld in die Kasse gespült, und nicht herausgezogen, hätte, wäre das nicht passiert. Aber das nur am Rande. Es wäre sehr wünschenswert, wenn für 1,7 (!) Millionen Euro, tatsächlich zu sehen wäre, das es eine Grünpflege gibt. Das einzig Lobenswerte ist, dass die Innenbereiche aller Kreisverkehre immer Tadellos aussehen.

Noch eine kleine Anmerkung zur Neu aufgestellten, begrünten, Sitzmöglichkeit in Höhe des Hotel Stadt Hamburg. Sollten die nicht anders aussehen? Der Teil, der bepflanzt ist, ist schön, keine Frage, aber die Sitzgelegenheit an sich ist ja wohl nicht der Ernst der Stadt? Das sieht aus wie aus einem Bierzelt. Wenn ich mich richtig erinnere, waren auf den veröffentlichen Skizzen in der AZ, kompaktere Bänke zu sehen. Bitte ändert das, denn das sieht mal wieder wie gewollt und nicht gekonnt aus.

Liebe Politiker, macht doch ein einziges Mal etwas ordentlich. 2011 wurden 60 Prozent der städtischen Grünflächen gepflegt. Für 2012 sind es wahrscheinlich nur noch 50 Prozent und weniger. Wenn das mit der Grünpflege und dem öffentlichen Haushalt in Uelzen klappen würde, hätte ich für das Gelände des „Brummi Treffs“ in Kirchweyhe eine gute Idee.

Da der „Laden“ seit sehr langer Zeit Tot ist und dort ja bald Ruhe herrscht, wegen der Neuen Umgehung, könnte man, entweder aus dem Gelände einen schönen öffentlichen Park machen, würde bestimmt gut angenommen und gut aussehen oder zwei Baugrundstücke, damit dieser Schadfleck endlich verschwindet.

Torsten Meyer,

Uelzen

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