Kriege, Steuerflucht, Fische

Im Januar hindern Greenpeace-Aktivisten den Fischtrawler „Jan Maria“ am Auslaufen aus dem Fischereihafen von Bremerhaven. Auch Gottfried Kramer sieht die Fischerei-Politik kritsch.
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Im Januar hindern Greenpeace-Aktivisten den Fischtrawler „Jan Maria“ am Auslaufen aus dem Fischereihafen von Bremerhaven. Auch Gottfried Kramer sieht die Fischerei-Politik kritsch.

Uelzen. Zu der AZ-Berichterstattung über die Terror-Attentate in Paris und rund um die Flüchtlings-Thematik schreibt Gottfried Kramer aus Altenmedingen:

Alle in Europa – nur nicht die Terroristen – fühlen sich in diesen Tagen hilflos erschrocken. Die Vokabel „Krieg“ hat Konjunktur. Komisch, dass Europa das jetzt erst merkt.

Wenn Europäer auf Fabrikfischen vor Eritrea das Meer ausrauben – dann soll das kein Krieg sein? Wenn afrikanische Märkte mit Schlachtresten europäischer Fleischfabriken überschwemmt werden – dann soll das kein Krieg sein? Wenn westlicher Technikschrott Müllkippen ausserhalb Europas vollstopft – dann soll das kein Krieg sein? Wenn Kriegsschiffe eingesetzt werden, um Handelswege „frei“ zu halten – dann hat Europa den Krieg selber schon längst angefangen.

Mich wundert es nicht, wenn sich Menschen nach Europa flüchten. Allerdings gibt es neben jenen eine gefährliche Art von „Flüchtlingen“. Diese sind standorttreu in Führungsetagen von kleinen und großen Konzernen. Die schicken ihre Steuern auf die Flucht in „Oasen“ in der Nähe und in der Ferne.

In meinen Augen ist in diesem Zusammenhang das Wort „Kriegstreiberei“ naheliegend. Die normalen Steuerzahler holen für die Kriegstreiber die Kohlen aus dem Feuer, damit das System nicht total zusammenbricht.

Wer Krieg beginnt, muss auch reparieren. Das kostet. Das Geld dafür kann nur durch Steuererhöhungen reinkommen.

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