Kostenlose Biotonne?

Zu wenig Menschen im Kreis füllen ihre Biotonne mit Kompostierbarem – eine gebührenfreie Bereitstellung des Behälters könnte das Problem des awb lösen, meint AZ-Leser Albrecht Jaep.
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Zu wenig Menschen im Kreis füllen ihre Biotonne mit Kompostierbarem – eine gebührenfreie Bereitstellung des Behälters könnte das Problem des awb lösen, meint AZ-Leser Albrecht Jaep.

Albrecht Jaep aus Wrestedt schreibt zum Bericht „Es fehlt noch „Bio“ für Borg“ (AZ vom 12. Februar 2015):

Diese Uelzener Kreisbewohner. Haben immer noch nicht begriffen, wie Kreisverwaltung, kreiseigener Abfallwirtschaftsbetrieb und Kreistagsabgeordnete um ihr Wohl und ihr Portemonnaie besorgt sind. So lande im Landkreis Uelzen, gegenüber dem Landesdurchschnitt, zu wenig Biomüll in den awb-Biotonnen. Trotz aller Werbung (wer finanziert solche Werbung?), die„Uelzener“ produzieren, zu wenig Abfall, pardon, zu wenig Biomüll. Dabei ist es doch ganz einfach, wie die Experten Simon George und Frank Peters feststellen: Komposttierbares gehört in die Biotonne, nicht in den Restmüll.

„Unbefriedigend“ nennt der CDU-Kreistagsabgeordnete und Mitglied im kreiseigenen Betriebsausschuss Abfallwirtschaft, Claus-Dieter Reese, die Uelzener Entsorgungsbilanz. Nach Reese könne der Landkreis bei optimaler Nutzung der kompostierbaren Teile (Müll?) eine halbe Million Euro sparen. Das wäre ja schon was. Doch was hat der Einzelne davon?

Und was heißt hier Einsparen, Herr Reese? Wenn dies so ist, dann sollten unsere gewählten Vertreter dem Beispiel von Augsburg nacheifern. Dort werden nicht erst Gebühren für die Bereitstellung der Biotonne von den Haushalten erhoben. Ganz unbürokratisch und ohne Gebührenzwang gibt‘s die Biotonne kostenlos vor die Tür. Was sofort, wie die Augsburger Stadtwerke feststellten, die eingesammelte Menge an kompostierbaren (Wert-)Stoffen erhöhte.

Herr Reese, wäre das nicht eine gute Idee? Bis dahin wird der private Haushaltsvorstand (muss aber nicht unbedingt männlichen Geschlechts sein) seinen „Bioabfall“ im ländlichen Raum überwiegend kostengünstig auf dem eigenen Grundstück lagern und verwerten. Dies spart die Gebühren für eine Biotonne und nützt der privaten Haushaltskasse. Alles klar!

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