Auf Kosten von Schulen

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Der Ratssaal war bis zum Bersten gefüllt am Montag, es wurde gegen Schulschließungen protestiert. Entscheidend war, so meint Alfred Fahldieck, was an diesem Abend nicht gesagt wurde. Foto: Baatani

Alfred Fahldieck aus Uelzen schreibt zur Informationsrunde über die Varianten zur Zukunft der Grundschulen in Uelzen:.

Auch ich war bei der Informationsveranstaltung und habe genau zugehört, was unser Bürgermeister in spe, Jürgen Markwardt, gesagt hat und ganz besonders, was er nicht gesagt hat. Er hat berichtet, dass die Stadt bei den Schulen nicht sparen muss, weil beim Zukunftsvertrag gut verhandelt worden sei. Allerdings wurde auch kurz angemerkt, dass der Schuletat nicht aufgestockt werden kann.

Er erklärte als Ziel der angestrebten Schulreform eine Qualitätssteigerung durch Ganztagsgrundschulen. Wie die Kosten dafür aufgebracht werden sollen, sagte er nicht. Für mich ist klar ersichtlich, unser zukünftiger Bürgermeister will diese Kosten durch die Schließung kleiner Grundschulen hereinholen. Auf den Hinweis von Bürgern, dass damit die Entwicklung von Ortsteilen benachteiligt wird, verwies er auf Groß Liedern, der Ortsteil sei trotz der früheren Schließung der Grundschule gewachsen. Was er dabei nicht gesagt hat: Auch wenn in einem Ortsteil wieder viele Schüler wohnen, eine einmal geschlossene Schule bekommt ihr nicht zurück.

Es ist das typische Verhalten von Verwaltungen: Alles so darzustellen, dass die Stadtratspolitiker glauben, der Vorschlag der Verwaltung sei alternativlos. Die Meinung der Bürger wird zwar abgefragt werden, aber die Bürgermeisterwahl ist ja gelaufen.

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