Koran lässt viele Auslegungen zu

Auf die Grenzen satirischer Darstellung wies Wolfgang Schneider in dem Leserbrief „Ich bin nicht Charlie!“ (AZ, 15. Januar) hin. Darauf nimmt nun Günter Paff aus Bad Bevensen Bezug:

Wenn es doch so einfach wäre: Keine Provokation = kein Terror. Leider stimmt diese Gleichung überhaupt nicht. Auch Frau Merkel hat in ihrer Regierungserklärung darauf hingewiesen, wie vielfältig dieser Terror ist. Man wird immer etwas finden, was angeblich der Auslöser sein soll, und ich habe den Eindruck, da wird oft erst hinterher etwas konstruiert. Nein, die Ursache liegt woanders und dagegen helfen auch Demos, Verurteilungen, Sicherheitsbemühungen und Sonntagsreden nicht. Die amerikanische Journalistin Orania Fallaci (Sie hat sogar Chomeini einmal interviewt) hat es vor vielen Jahren auf den Punkt gebracht, indem sie in ihrem Buch „Die Wut und der Stolz“ schrieb: „Die Ursache für diese Verbrechen liegt in dem antiquierten Glauben“ und „Hinter jedem Terroristen steht ein Imam“ und „Die Moscheen sind Brutstätten des Terrorismus“.

Ich habe mich gefragt, was es sein kann mit diesem Glauben. Der Koran ist nicht leicht zu lesen und lässt sicherlich viele Auslegungen zu. Aber dort steht zum Beispiel, dass Allah im Himmel die Menschen in drei Gruppen einteilt: Das sind 1. die Kämpfer für den Glauben, die sich dadurch auszeichnen, dass sie Menschen bekehren und Ungläubige töten. 2. sind da die Faulen, die nicht kämpfen wollen und zu Hause bleiben. Denen verzeiht Allah, denn Allah ist großmütig. Sie müssen dafür aber gute Werke tun und auf den Knien demütig beten. Und dann gibt es die dritte Gruppe, das sind die Ungläubigen, die sind zu ewigen Qualen in der Hölle verdammt. Da kann man sich aussuchen, zu welcher Gruppe man gehören will. Warum schreiben die Schriftgelehrten des Islam nicht einmal dieses Buch um, damit nicht jemand wie ich und vielleicht auch manch anderer solchen Unsinn herauslesen kann? Erklärt das nicht, warum so viele junge Leute den Kampf und den Tod geradezu suchen?

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