Konkurrenz für Geschäfte

Uelzen mache mit dem Marktcenter den eigenen Geschäften Konkurrenz, meint Eckart Warnecke aus Uelzen. Grafik: HBB

Zum Bau des geplanten Marktcenters auf dem Marktplatzgelände in Uelzen:.

Mir erschließt sich immer weniger der Sinn, warum wir dieses Marktcenter überhaupt brauchen – und nicht nur mir, sondern fast jeder, mit dem ich darüber spreche, hat eine ablehnende Haltung. Laut Aussage von Karstadt gibt es eine robuste Kaufkraft in Uelzen; darum investieren sie in der Stadt. Und einen REWE-Markt sowie ein Elektronik-Geschäft haben wir schon hier. Der REWE-Markt ist auch sogar nur 600 Meter vom geplanten neuen entfernt. Mit diesem neuen Einkaufscenter macht Uelzen den eigenen Geschäftsinhabern Konkurrenz.

Meiner Meinung nach sollte man die ganzen Probleme, die der sogenannte „Investor“, die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft, hat, inklusive der Finanzprobleme, die sich auf eine Verschiebung des Baubeginns immer wieder auswirken, nutzen, um so schnell wie möglich dieses Projekt zu beerdigen. Stattdessen könnte man auf dem Marktplatzgelände, wenn man es denn trotz seiner alten Funktion als riesiger Parkplatz und auch Überschwemmungsfläche bei Extremhochwasser bebauen möchte, tolle Wohnprojekte für Einheimische entwickeln, vielleicht auch für ältere Leute in Richtung Betreutes Wohnen. Dann hätte man viele Leute, die ohne Auto in die Innenstadt zu Fuß gehen könnten, was die Innenstadt beleben würde.

Nicht schlecht wäre es auch, wenn man eine Art Parkhaus auch noch in diese Komplexe integrieren könnte. Für Bauwillige könnte man eine Superlage anbieten, mit direkter Anbindung an die Ilmenau, mit ruhigen Wanderwegen, mit Spielplatz und Kindergarten gleich gegenüber und auch sicheren Einnahmen und Steuern; und gerade dieser Punkt scheint bei dem Investorenmodell immer unsicherer.

Eckart Warnecke,

Uelzen

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