„Knalleffekt“ für Panzer

Martin Platzer aus Dalldorf äußert sich zum Bericht „Soldat erhält Schlüssel für ersten Puma“ (AZ, 25. Juni 2015):.

Es geht bei dem Spektakel nicht um die Übergabe der Schlüssel. Es geht Rheinmetall darum, die Entscheidungsträger aus der Politik mit großem Knalleffekt dazu zu bringen, noch mehr Steuergelder für noch mehr Panzer bereitzustellen.

Dieser Schützenpanzer ist deshalb so teuer geworden, weil er für den Umbau der Bundeswehr zu einer internationalen Interventionsarmee für Einsätze am Polarkreis wie in der Wüste entwickelt wurde. Dieser von Verteidigungsministerin von der Leyen vorangetriebene Kurs macht die Welt nicht sicherer, sondern heizt die Rüstungsspirale weiter an. Die Konversion von Rüstungsarbeitsplätzen ist möglich. Anstatt in Unterlüß Militärlaster und Panzerteile herzustellen, könnten zivile Fahrzeuge produziert werden. Das ist eine Frage des politischen Willens. Doch die Bundesregierung ist sich mit den Rheinmetall-Managern einig und garantiert lieber den Absatz todbringender Rüstungsprodukte.

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