AZ-Leserbrief

Klima: Jeder hat Einfluss

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Unter dem Motto „sieben Wochen ohne“ fordert die evangelische Kirche alljährlich Christen zum Fasten auf. 

Zum Beitrag „Christen sollen fürs Klima fasten“ und den Kommentar von Gerhard Sternitzke („Seit der Mensch ist, isst er Fleisch“) nimmt die Klimaschutzmanagerin der Stadt Uelzen, Laura Elger, Stellung:

Der Verbraucher kann nicht aus der Verantwortung für den Klimawandel genommen werden. Auch, wenn es manchmal unbequem und überfordernd ist, jeder einzelne hat mit seinen großen und kleinen Alltagsentscheidungen einen Einfluss auf den Klimawandel. Sei es an der Fleischtheke, bei der Wahl des Verkehrsmittels, beim Heizen und Stromverbrauch und so weiter. Wir alle stehen in der Verantwortung, dass die Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten bleibt.

Der Zusammenhang von Fleischkonsum und Klimawandel sollte auch nicht herunter gespielt werden. Es ist eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache, dass tierische Produkte wie Fleisch, Käse, Butter und Milch pro Kilo mehr Treibhausgase als pflanzliche Produkte verursachen.

Zwar hat der Mensch schon immer Fleisch gegessen, aber nicht in diesen Mengen. Tiere werden längst nicht mehr nur mit Weidegras ernährt. Es sind weltweit erhebliche Ackerflächen für den Futtermittelanbau nötig. Unsere „Kulturlandschaft“ ist nicht in Gefahr, wenn weniger Futtermais und Soja angebaut werden.

Ernährung ist ein sehr emotionales Thema und es geht auch nicht darum, zu überzeugen, sofort zum Vegetarier oder Veganer werden zu müssen. Bereits weniger tierische Produkt zu essen und auf Qualität zu achten, trägt zum Klimaschutz bei.

Ich halte es für wichtig, sich mit dem Thema zu befassen. Dabei sollten die Fakten jedoch richtig benannt werden.

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