Leserbrief

Kleingedrucktes sollte verboten werden

Jaleh Hille äußert sich zum AZ-Artikel „Stammtisch-Ökonomie“ vom 7. Juli:

Haben die bisherigen Erfahrungen nicht genügend bewiesen?! Vor der Wiedervereinigung, vor Einführung des Euros, bei Bankenfütterungen usw. wurden Prognosen, Bedenken und Warnungen beiseite gefegt. Politik hat wider jeder Vernunft gehandelt. Die inhaltlosen Versprechungen verpufften schnell, die vorausgesehenen Schäden traten voll ein. Laut verschiedener Beurteilungen hat Frau Kanzlerin sich bei ihren letzten Verhandlungen (für Deutsche Bürger existenziell) mit Italien und Spanien über den Tisch ziehen lassen. Sie verkündete das Ergebnis wie üblich als Durchbruch und als einen großen Erfolg. Sie, ihr Finanzminister und ihre Schar der Getreuen schüren Angst und Hektik. Schäuble: „Der Finanzmarkt wird nervös“, erstaunlich! Der Bürger spielt keine Rolle. Wie üblich werden Experten und Kritiker gnadenlos gemobbt und diskriminiert. Zur Beruhigung verweist Frau Merkel unermüdlich auf das „Kleingeschriebene“. Und das bei staatlichen Verträgen! Dieses „Kleingeschriebene“ (wir wissen, dient zur Irreführung und Täuschung!), sollte grundsätzlich verboten werden, selbst bei einfachsten Verträgen, Beipackzetteln für Medikamente und Betriebsanleitungen für Geräte. „Vom Euro profitiert Deutschland (Exportmeister) am meisten“. Wer genau ist es? Welche Banken und Konzerne profitieren, wieviel Steuern zahlen sie und wie viele von ihnen befinden sich noch in deutscher Hand?! Warum sollte man für ein Europa der Abzocker sein? Es ist überflüssig, sich über den Leserbrief von Klaus-Peter Wilkens aus Müssingen aufzuregen, der auch aus Mangel an Argumenten, andere mobbt und beleidigt.

Jaleh Hille, Bad Bevensen

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