„Die Kita ins Rathaus“

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Steht leer: Die mit Schimmel belastete Kita Wrestedt. Die Kinder sollen in ein ehemaliges Stadenser Altenheim ziehen. Foto: Schossadowski

Zu dem Beitrag „Drei Jahre Exil in Stadensen“ (AZ v. 6. Juni) macht sich Albrecht Jaep aus Wrestedt ganz eigene Gedanken über die Unterbringungsmöglichkeiten:

„Wrestedter Kindergarten geschlossen. Muffige Raumluft nach Wasserschaden“. In den letzten Wochen berichtete die AZ über den desolaten Zustand des Wrestedter Kindergartens. Nicht verwunderlich, wenn sich in sämtlichen Räumen Schimmel gebildet hat. Eltern, die ihre Kinder in den Wrestedter Kindergarten schickten, berichteten schon vor sechs Jahren vom muffigen Geruch. Bereits damals war bekannt, dass Wasser durch das damals 38 Jahre alte Flachdach einsickerte.

Der Samtgemeindebürgermeister Michael Müller hat laut nachgedacht: „Das ist eine schwierige Situation, wir müssen alle zusammenrücken“. Warum hören Kindergarteneltern, Ratsgremien und Verwaltung nicht auf ihn (Müller meinte das nicht räumlich, sondern symbolisch, die Red.). Mit Zusammenrücken beschreibt er die Situation in Wrestedt realistisch.

Die Verwaltung zieht in die obere Etage. Wer die Auslastung der Räume kennt, wird zugeben, dass es den gut dotierten Mitarbeitern zuzumuten ist, einige Zeit zu zweit die Büros zu belegen. Samtgemeindebürgermeister Müller nimmt dabei bestimmt in Kauf, zeitweise ein weniger repräsentatives Büro zu besetzen. Die obere Etage ist über zwei Treppen (im Notfall) erschlossen. Der Sitzungssaal im Erdgeschoss steht am späten Nachmittag oder abends dem Rat zur Verfügung.

Und die untere Etage kann (ohne Treppensteigen) der Kindergarten während der Bauphase, für einige Monate, als sein Exil nutzen. Räume und sanitäre Anlagen entsprechen gesetzlichen Bestimmungen. Das wäre eine pragmatische Lösung, statt nach Stadensen!

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