Kinder tragen unsere Zukunft

Leserbrief zu ",Rauchbomben' für Uelzen", AZ vom 12. September:

Unsere Kinder tragen schon die Zukunft auf ihrem Rücken, warum auch noch die Entscheidungen der Gegenwart? Als Mutter bin ich zutiefst traurig und enttäuscht, dass es überhaupt in Erwägung gezogen wird, Erwachsenenprobleme in Probleme von Kindern umzumünzen.

Meine Tochter wurde am Sonnabend in der Molzener Grundschule eingeschult. Die liebevolle Gestaltung der Schule sowie die einfühlsame Rede der Schulleitung mit Einblicken in das Schulkonzept gaben mir als Mutter die Gewissheit mein Kind in engagierte, kompetente und verantwortungsvolle Hände zu geben.

Hier können die Kinder Wurzeln schlagen, die sie mit ihrem Lebensraum verbinden, hier können sie sich im geschützten Raum zu selbstständigen und starken Menschen entwickeln - und letztendlich zu zukünftigen einträglichen Steuerzahlern werden.

Warum sollten Kinder, denen schon so früh Steine in ihren Weg gelegt werden in einer Stadt oder einem Landkreis bleiben, wo an Bildung gespart wird und mit Geld nicht angemessen umgegangen wird? Sollten nicht lieber Kinder unterhalten und gepflegt werden anstelle von Kreisverkehren?

Meine Tochter weiß noch nichts von dem Damoklesschwert, das über ihr schwebt, aber ich weiß schon, was sie sagen wird, wenn sie nicht mehr in Molzen zur Schule gehen darf: „Mama, mein Herz bricht in tausendmillioneneinundzwanzigzwei Stücke.“

Ulrike Sauter,

Mutter und Lehrerin

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