Kinder begleiten statt führen

Im AZ-Interview äußerte sich der Vorstandsvorsitzende des evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverbandes Uelzen, Pastor Michael Kardel, zu Erziehungsfragen. Arnold Kröger aus Gerdau meint:.

Mit Verlaub, Herr Kardel, in Bezug auf ihre Ansichten über Pädagogik und Führung bin ich anderer Ansicht, zumindest gefällt mir die Tendenz der Wortwahl nicht. Pädagogik heißt keineswegs nur „ein Kind führen“, sondern bedeutet vielmehr die Kunst der Erziehung. Begleitung scheint mir der passendere Ausdruck zu sein.

Ihrer Meinung nach sollten Eltern ihren Kindern gegenüber nicht Kumpel sein. „Begleiter“ ist aber neben „Vertrauter“ und „Freund“ die Hauptbedeutung des Begriffs Kumpel. Ich bin glücklich, dass ich meinen Kindern ein Kumpel sein darf, wie auch ich ihre Begleitung brauche und schätze.

Im Übrigen kann ich mich sehr wohl an „Selbstverständlichkeiten“ der vorigen Generation erinnern, die sich oft in harten Bestrafungen äußerten und leider auch im schulischen und kirchlichen Bereich durch sogenannte Pädagogen vorkamen. Diese Art der „Pädagogik“ hatten Sie aber doch sicher nicht gemeint.

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