Keine Abstriche bei der persönlichen Freiheit

Den Leserbrief „Erst eine Hose, dann ein Kopftuch“ (AZ v. 10. Mai) kommentiert Anja Meyer aus Schmölau.

Frau Mrowinski spricht in ihrem Beitrag wichtige Worte. Gerade uns Grünen steht es nicht gut, sich Frauenpolitik zwar auf die Fahne zu schreiben, in Verbindung mit Einwanderung von Menschen aus patriarchalischen Kulturen aber mit feministischen Forderungen stets zurückhaltend zu sein. Auf dem Anti-RassismusFestival in Uelzen im vergangenen Jahr (insgesamt eine gute Aktion!) sprach ein Redner die Kölner Silvesternacht an, erwähnte sogleich das Münchner Oktoberfest, um die Geschehnisse zu relativieren. In einer privaten Diskussion über die Silvesternacht musste ich mir anhören, dass es fahrlässig sei, in kurzen Röcken Silvester zu feiern. Ich bin nicht bereit, von den Freiheiten für Frauen und der Gleichberechtigung, die in mehr als 100 Jahren erkämpft wurden, nur die kleinsten Abstriche zu machen.

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