Es ist kein „Spiel“

Leserbrief zum Bericht der AZ „Kluge Köpfe für Aktiengeschäft gesucht“ (AZ vom 20. September 2011):

Zum Planspiel Börse der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg möchte ich anmerken, dass der Begriff „Spiel“ bei Aktien nicht verwendet werden sollte, denn in den vergangenen Jahren gab es mehrfach starke Einbrüche an den nationalen und internationalen Finanzmärkten, bei denen Aktienbesitzer Großteile ihrer Ersparnisse verloren haben – auch bei der Sparkasse. Zur Zeit sind diese sogenannten „Wertpapiere“ wieder auf Talfahrt. Viele Bankberater (Verkäufer) haben in Verkaufsgesprächen hohe Renditen versprochen, ohne ausreichend vor den Risiken zu warnen. Nach all den negativen Erfahrungen soll nun Schülern mit dem „Planspiel Börse“ der Sparkasse die Aktie wieder schmackhaft gemacht werden. Bei dem Artikel der Sparkasse wird durch Begriffe wie etwa „Spielrunde“ ein spielerischer Aspekt im Umgang mit Aktien vorgegaukelt. Schülerinnen und Schüler sollten allerdings den Umgang mit Wertpapieren kritisch betrachten! Eine dringende Empfehlung: Bevor Sie als Privatperson Verträge über Aktien, Fonds, Lebensversicherungen oder Altervorsorge unterschreiben, sollten Sie unbedingt einen Termin bei der Verbraucherzentrale vereinbaren und alle betreffenden Unterlagen des Geldinstituts prüfen lassen. Die Verbraucherzentrale hat – im Gegensatz zu den Banken und Sparkassen – kein Eigeninteresse an den Verträgen. Sie werden neutral beraten und ersparen sich unangenehme Überraschungen.

Otto Schulze

Wrestedt

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