Kein Schuldbewusstsein?

Leserbrief zum AZ-Artikel „Vorsitzende muss gehen“ vom 2. September 2011:

Im Urlaub lässt man gern die Probleme des Alltags hinter sich. Umso mehr war ich bestürzt, als ich nach Rückkehr aus meinem Urlaub in der AZ lesen musste, dass das Ausmaß finanzieller Ungereimtheiten, die der ersten Vorsitzenden des Bevenser Kinderschutzbundes vorgeworfen wurden und werden, weit über meine Vorstellungskraft hinausging. Es ist mir unverständlich, dass Frau Beneke nichts aus den heftigen Turbulenzen vor gut zwei Jahren gelernt hat, die sie schon damals ihr Amt hätten kosten können. Es passt zu ihrer Selbstherrlichkeit und Alleinherrschaft, dass sie sich über alle Warnungen hinwegsetzte und weiter machte wie zuvor, da ihre stärksten Kritiker ja ausgetreten waren. Ihre Abwahl durch die Mehrheit der Teilnehmer an der außerordentlichen Mitgliederversammlung war nur folgerichtig, nachdem ihr Verhalten in finanziellen Angelegenheiten offen gelegt wurde. (Die Kassenprüfer sahen sich nicht zu einer korrekten Kassenprüfung in der Lage!) Dabei sind diese Vorwürfe nicht die einzigen. Durch das „System Beneke“ hat sie nach und nach einen Großteil ihrer fähigsten Mitarbeiterinnen weggemobbt. Das blieb nicht ohne Folgen für die Arbeit des Kinderschutzbundes, die für alle erkennbar gelitten hat. Nun hören wir, dass sogar als Fernwirkung die Arbeit des Uelzener Kinderschutzbundes durch diese Vorgänge belastet wird (AZ vom 15. September 2011). Das ist umso bedauerlicher, als dessen Arbeit unter Frau Deuters Leitung ganz vorzüglich ist und immer beispielhaft war für meine Frau, als sie noch zweite Vorsitzende des Bevenser Kinderschuzbundes war. Allerdings stieß sie bei Frau Beneke immer auf taube Ohren, wenn sie forderte, dass der Bevenser Bund sich die Struktur und Tätigkeit des Uelzener Kinderschutzbundes zum Vorbild nehmen sollte. (Auch dies war ein Grund für den Austritt meiner Frau und dreier weiterer Mitglieder aus dem Vorstand des Kinderschtzbundes Bevensen). Frau Beneke hat offenbar ein stark eingeschränktes Schuldbewußtsein. So marschiert sie durch die Stadt, als ob nichts gewesen sei, und verkündet, dass man ihr Unrecht getan habe, dass die Vorwürfe erlogen seien und sie einen Rechtsanwalt einschalten wolle. (Das wird sie garantiert nicht tun, es sei denn, sie muss es, weil sich Justitia um sie kümmert). Völlig unverständlich ist für mich und viele Bevenser, dass Frau Beneke am Sonntag in der Kirche zur Austeilung des Abendmahles hinzugezogen wurde (statt zur Beichte zu gehen)! Inzwischen erzählt man sich in Bevensen, dass sich Frau Beneke bei der bevorstehenden außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21. September wieder zur Wahl zur ersten Vorsitzenden aufstellen lassen will. Das allerdings wäre, wenn es stimmt, der Gipfel der Schamlosigkeit. Um das zu verhindern, kann ich nur alle Mitglieder auffordern, zu dieser Versammlung zu erscheinen. Ich hoffe, dass ein neuer, unbelasteter Vorstand gewählt wird. Viele der ausgetretenen Mitglieder haben angekündigt, dann dem Kinderschutzbund wieder beitreten zu wollen.

Uwe Krieg

Masbrock

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