Kaufmann-Personalie überdenken

Britta Hackert aus Römstedt schreibt zur Berichterstattung „Wogen schlagen hoch: Gewählte wollen Hans-Bernd Kaufmann nicht im Aufsichtsrat der Kurgesellschaft“ (AZ vom 25. April 2015):.

Hans-Bernd Kaufmann sollte vor einem zweiten Anlauf, sich in den Aufsichtsrat der Kurgesellschaft wählen zu lassen, noch einmal mit sich zu Rate gehen: Kann er Bad Bevensens Interessen wirksam vertreten, wenn die große Mehrheit des Stadtrats (darunter die Fraktion seiner eigenen Partei) in einer entsprechenden Abstimmung deutlich sagt: „Wir wollen ihn nicht!“?

Die Zwei-Personen-Fraktion der „BfB“ im Stadtrat sollte sich fragen, ob sie durch ein Festhalten an ihrem umstrittenen Personalvorschlag Mutmaßungen bestätigen will, die sie schon seit Längerem begleiten: dass sie oft als verlängerter Arm von Hans-Bernd Kaufmann im Stadtrat fungiert.

Und Bürgermeister Martin Feller sollte bei Gelegenheit erklären, was er meint, wenn er sagt: „Mehr Fachverstand als mit Hans-Bernd Kaufmann kann man nicht haben im Aufsichtsrat.“ Bezieht er sich damit auf Kaufmanns Zeit als Stadtdirektor mit einer Fußgängerzone, die mit ihrem berüchtigten (und übrigens ziemlich teuren!) Stolperpflaster Einheimischen und Gästen das Leben schwer machte? Mit einem Brunnen, der angrenzende Keller unter Wasser setzte und deshalb jahrelang als sinnloser Granitbrocken trocken herum stand, sodass die Stadt die Fußgängerzone schließlich komplett neu gestalten musste?

Oder meint er mit „Fachverstand“, dass in Hans-Bernd Kaufmanns Zeit als Geschäftsführer der Kurgesellschaft das alte Kurhaus derart vernachlässigt wurde, dass es die Stadt schließlich billiger (nicht billig!) kam, neu zu bauen als zu sanieren? Vielleicht gehen alle Beteiligten im Interesse Bad Bevensens noch einmal in sich...

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