Katzensteuer hilft nicht

Die Einführung einer Katzensteuer ist laut AZ-Leserin Ursel Heye der falsche Weg und würde nur zu mehr ausgesetzten Katzen führen. Foto: dpa

Zur Berichterstattung über die diskutierte Katzensteuer und den Artikel Kastrationspflicht statt Katzensteuer (AZ vom 3. Februar) schreibt AZ-Leserin Ursel Heye aus Himbergen:.

Den Streunerkatzen und der Artenvielfal hilft die Katzensteuer auch nicht. Im Gegenteil: Viele einsame Menschen, ob jünger oder älter, halten sich zum „Liebhaben“ eine Katze häufig ausschließlich als Wohnungskatze. Wie will man diese Tiere überhaupt erfassen?

Etliche Personen, die diese Steuer nicht zahlen können oder wollen, werden ihre Katzen aussetzen oder in eines unserer überfüllten Tierheime bringen. Die Anzahl der einfach ausgesetzen Tiere dürfte die Menge Streuner nur noch erhöhen.

Außerdem kann man Katzen nicht einfach mit Halsband und Steuermarke versehen, die Gefahr, dass sich die Katzen erdrosseln, ist dabei viel zu groß.

Was die Dezimierung der Artenvielfalt angeheht, so hat wohl in erster Linie der Mensch diese zu verantworten, weniger die verwilderten Katzen. In unserer Umwelt leben auch Waschbären, Marder, Marderhunde, Eichhörnchen, Wiesel, Ziesel oder Ähnliches, die Kleintiere und Vögel nicht beachten.

Wenn schon Katzensteuer, dann sollte der Ertrag aus dieser Abgabe an Tierschutzorganisationen weitergegeben werden, die verwilderte Katzen einfangen und kastrieren und diesen, wenn möglich, ein Zuhause geben.

Wer seine Katze oder auch seinen Kater nicht kastrieren lässt, handelt verantwortungslos.

Eine Katzensteuer, die keine für Katzen sinnvolle Verwendung findet, wäre genauso sinnlos wie die Hundesteuer, ist diese doch ein Relikt aus alten standesherrschaftlichen Zeiten.

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