Katzen, die Sauen reißen...

Wenn Mieze auf der Jagd ist, vergisst sie alles um sich herum – manche Tiere, die sich zu weit von zu Hause entfernen, könnten dabei von Jägern erschossen werden. Foto: dpa

Jan-Hinrich Porsiel aus Uelzen hat zum Bericht „Ein Glöckchen für Minka“ (AZ, 31. Januar 2015) folgende Meinung:

Dem gemeinen AZ-Leser ist zuzutrauen, dass er weiß, wie weit sich der Wolf bereits im Landkreis Uelzen und seinen Nachbarkreisen angesiedelt und verbreitet hat.

Ein bislang völlig unbeachtetes Problem tauchte jetzt durch die Expertin des Uelzener Tierschutzvereins Kristin Zangi auf. Durch ihre Expertise versucht sie, der Öffentlichkeit im Artikel „Ein Glöckchen für Minka“ neben all dem Nachmittagsprogramm der privaten Fernsehsender das letzte Stück Fantasie zu entlocken und ruft Bilder von wildernden Katzen hervor, die sich einzeln einer Rotte Sauen oder dem Rudel Rotwild stellen, um die eigene Versorgung für die kommenden Tage sicherzustellen.

Als Jagdscheininhaber und begeisterter Beobachter von Flora und Fauna war mir dieses Verhalten gänzlich unbekannt und ich werde in Zukunft wohl noch genauer hinschauen müssen!

Sehr geehrte Frau Zangi, ich würde dringend um einen Vortrag im Kreise der Jägerschaft Uelzen rund um das Thema Katze, und inwiefern diese als Konkurrenz für den Jäger in Erscheinung tritt, bitten.

Es steht außer Frage, dass Katzen zum Erhalt und Training ihres Jagdtriebs kleinere Säugetiere, Vögel und Reptilien fangen und fressen. Anzumerken ist, dass nicht jede Beute, die die Katze verzeichnen kann, auch gefressen wird. Katzen die lediglich alte und kranke Vögel fangen, sind ein geborenes Horax durch Tierschutzvereine und andere Organisationen, die sich dem Recht und der Freiheit unserer Haus- und Nutztiere verschworen haben. Fachliteratur, Studien und das Internet beweisen, allein schon aus biologisch und evolutionärer Sicht, leider das Gegenteil.

Katzenhalter müssen sich aus diesem Grund unbedingt der Realität stellen und sich weiterhin um ihr Haustier mit der gebotenen Aufmerksamkeit kümmern. Dabei werden sie er allerdings immer wieder feststellen, dass Katzen die sich im Freien bewegen, trotz Besitzer ein kleines Stück herrenlos bleiben und insoweit auch Gefahr laufen, außerhalb der 300-Meter-Grenze geschossen zu werden.

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