„So kann es doch nicht weitergehen“

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Abgeknipste Wahlplakate; ein Bürgermeister, der wegen fehlerhafter Listen nicht mehr gewählt werden kann – „so kann es doch nicht weitergehen“, meint Herbert Seerau.

Zu den Berichten über den Kommunalwahlkampf im Kreis Uelzen schreibt Herbert Seerau aus Bad Bevensen:.

In den letzten acht Tagen wird in der AZ eine Hiobsbotschaft nach der anderen verkündet. So hat Bad Bevensens Noch-Bürgermeister Martin Feller einen Rundbrief verfasst, in dem er zu entsprechenden Spenden für einen Solidaritätsfonds aufruft. Es folgte: Die Grünen klagen; das heißt: Die Grünen werden nach dem 11. September Einspruch gegen die Wahl für den Bad Bevenser Stadtrat einlegen. Und am 3. September heißt es in der AZ: CDU-Chef entfernt im Kommunalwahlkampf im Flecken Bad Bodenteich SPD-Plakat. Aufgrund dieser Schlagzeilen ist doch der Wähler verunsichert und fühlt sich von den Kommunalpolitiker beziehungsweise Kandidaten nach Strich und Faden veräppelt.

Viele fragen sich, soll ich überhaupt zur Wahl gehen und wenn, wem soll ich meine Stimme geben? Schließlich sollen die Kommunalpolitiker doch Vorbild für die Bürger sein. Ich kann nur sagen: Sie benehmen sich nicht wie die Erwachsenen, sondern noch schlimmer als die kleinen Kinder. In Bad Bevensen kann es sogar passieren, dass eventuell die Stadtratswahl bei einer erfolgreichen Klage der Grünen wiederholt werden muss. Dabei haben es die Bad Bevenser Grünen doch selber vermasselt. Vielleicht hilft die Werbegemeinschaft mit einer großzügigen Spende weiter.

Auch beim Straßenwahlkampf stelle ich immer wieder fest, dass die Kandidaten sehr höflich auftreten können. Ist die Wahl gelaufen, wird man von diesem Personenkreis bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr beachtet. Ich habe es in der bisherigen Legislaturperiode selber miterlebt. So kann es doch nicht weitergehen.

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