Jede Stimme zählt

Ingo Schmidt schlägt vor Altes Rathaus, Schloss und Theater zu verkaufen, statt Schulen zu schließen:

Über Jahrzehnte wurde in fast allen Kommunen verschwenderisch mit den Geldern umgegangen. Nun sind den Kämmerern die Schulden über den Kopf gewachsen. Es muss gespart werden, um in den Genuss der Entschuldungshilfe durch das Land Niedersachsen zu kommen. Das ist absolut verständlich. Wer über Jahre nicht wirtschaften konnte, muss jetzt nach dem letzten Strohhalm greifen. Was liegt da näher als schnell mal zwei Schulen zu schließen. Wobei sich mir die Kostenersparnis von 250 000 Euro nicht erschließt. Es würde schließlich einiges an Schülerbeförderungskosten entstehen und an anderen Schulen würden zusätzliche Räume und Personal benötigt. Und außerdem: Was soll mit dem Schulgebäude in Molzen passieren? Die Stadt glaubt doch nicht ernsthaft daran dieses Gebäude verkaufen zu können.

Vor zwei Jahren versicherte uns Herr Lukat in einer öffentlichen Sitzung, dass wir Eltern uns über die Schließung der Grundschule Molzen keine Sorgen machen müssen. Vor wenigen Wochen erneuerte er sein Versprechen bei der Verabschiedung der Schulleiterin. Und wenige Wochen später zählt die Devise: "Was schert mich mein Geschwätz von gestern." Ist das die Politik an die wir uns in Uelzen gewöhnen müssen? Herr Lukat, Verlässlichkeit und Vertauenswürdigkeit sieht für mich anders aus. Bei solchen Stimmungsschwankungen der Politiker dürfen wir uns über die Politikverdrossenheit in Deutschland nicht wundern.

Durch den Bau der A 39 könnten sich, mit den richtigen Anreizen, junge Familien aus dem Hamburger Raum in unserer Region niederlassen. Die Mieten sind günstig und die ruhige Lage könnte gerade Familien aus den Ballungsräumen anlocken, wenn unter anderem auch das Schulangebot stimmig ist. Eine Politik die hier an der Familienfreundlichkeit spart, denkt aus meiner sich zu kurzfristig. Die CDU hat stattdessen einen guten Vorschlag unterbreitet: Verkaufen sie das alte Rathaus, das Schloss, das Theater und sparen sie nicht bei den Kindern und Familien in der Region.

Ingo Schmidt,

Uelzen

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