AZ-Leserbrief

Investitionen, aber sinnvoll

Das Aus des Ilmenausee-Projekts beschäftigt auch weiterhin die AZ-Leser. Ulrich Schulz aus Uelzen schreibt:

Erst einmal ein herzlicher Dank an die Mitglieder des Stadtrates, die gegen das Projekt Ilmenausee gestimmt haben. Für mich eine wichtige Entscheidung für die Wählbarkeit bei der nächsten Kommunalwahl. Wenn es den Befürwortern des Sees um die Zukunftsattraktivität Uelzens gehen würde, wären andere schnelle Entscheidungen wichtiger. Hier ist zunächst der Anschluss der Hansestadt an die Verkehrsverbünde Hamburg und Hannover genannt. Pendler und Besucher könnten so erheblich günstiger fahren. Ein wichtiger Punkt für die Wohnungsnahme in Uelzen und umzu. Pendler, die nicht mit dem Rad zum Bahnhof fahren können, brauchen neben Busverbindungen Parkplätze. Wenn das Parkhaus am Bahnhof nicht genutzt werden kann, dann wäre für Pendler der kostenfreie Schützenplatz geeignet. Diesen würde ich mit einem „Pendlerweg“ direkt an den Gleisen hinter der Stadthalle bis zum Bahnhof anbinden.

Einen Ilmenausee, nämlich den Ratsteich, haben wir schon. Nach einem Facelift (u.a. Entschlammung) könnte der zu einem Hotspot von Uelzen werden. Eine sinnvolle Ergänzung ist ein Wohnmobilstellplatz auf dem Hammersteinparkplatz. [...] Für mich ist der Herzogenplatz mit den Grünflächen weiterhin erforderlich für innerstädtische Veranstaltungen wie etwa Stadtfest und Oldtimertreffen. Um die Attraktivität zu erhöhen, sind die schon mal angedachten vandalismusresistenten Fittnissgeräte eine gute Bereicherung. Daran könnten nicht nur die unausgelasteten Teenager, sondern auch Freizeitsportler und andere trainieren. [...]

Zum Leserbrief „Eine Stimmung wie Mehltau“ vom 28. Juni, in dem Manfred Kipry mit dem Aus des Ilmenausees das Ende der positiven Entwicklungen der letzten Jahre in Uelzen bescheinigt, meint Rene Geschinsky aus Uelzen:

Lieber Herr Kipry, geht es vielleicht auch eine Nummer kleiner? Nur weil eine Minderheit ihren See nicht bekommt, schreibt man jetzt einer Hansestadt den totalen Untergang zu. Ist das echt Ihr ernst oder schlicht die Polemik der CDU? Es gibt wohl bedeutend bessere Investitionen in die Stadt als einen See. Zum Beispiel die Aufarbeitung der vorhanden Baustellen, das Aufhübschen und Verbessern der Radwege, Fußwege oder die Erweiterung der Fußgängerzone Man sollte Investition lieber in Projekte stecken, die auch ganzjährig nutzbar sind. Wenn ich mir die Fußgängerzone so angucke, sehe ich maximal zwei Sitzbänke. Wie viel Sitzgelegenheiten hatte die Fußgängerzone vor dem Brunnenbau? Wenn die beiden Sitzbänke besetzt sind, ist man gezwungen, bei einer Eisdiele ein Eis zu kaufen, um sitzen zu können oder beim Bäcker etwas zu verzehren. Wie traurig ist das denn? Eine bitte an alle Verantwortlichen: Jeder ist für Investitionen, solange sie langfristig nützlich sind und auch einen Mehrwert für die Menschen in der Stadt haben.

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