AZ-Leserbrief

Von Integrationsromantikern und AfD-Wählern

Zu den Beiträgen „Hinweise deuten auf Streit im Drogenhandel“ und „Vier Jugendliche halten Polizei in Atem“ (AZ v. 9. April) schreibt Teddy Lindenberg aus Nateln:

Zwei Pressemitteilungen fanden heute meine ungeteilte Aufmerksamkeit, weil sie in ihrer Dialektik in wundersamer Weise die Erwartung von Integrationsromantikern und latenten AfD-Wählern bedienen: 1. Zwei verfeindete Clans in Lüneburg bekriegen sich auf offener Straße, aber es stellt sich heraus, es war kein Familienzwist, sondern es ging hier „nur“um einen Handelskrieg um Drogen, also eher eine Notiz für den Wirtschaftsteil. 2. Vier Marokkaner beklauen Fahrgäste, beschimpfen Sicherheitskräfte, werden polizeilich vorgeführt, einer Sozialeinrichtung übergeben und klauen anschließend lustig weiter. Nun aber schlägt der wehrhafte Staat zurück und setzt sie über das Wochenende fest. Fortsetzung folgt?

Wer nun als Leser Betroffenheit oder sogar Empörung zeigt, daraus ein alternatives politisches Votum macht, stärkt Kräfte, die auch keiner will. Preisfrage an alle Interessierte: Wer kennt die Synthese?

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