Aus dem Herzen gesprochen

Zum Leserbrief von Eckart Warnecke (Az vom 6. 11.):

Herr Warnecke hat wohl allen Bürgern aus dem Herzen gesprochen. Der Wähler ist geradezu zum Stimmvieh verkommen, er ist nur noch Mehrheitsbeschaffer. Um sich diesem Dilemma zu entziehen, boykottiert er zunehmend die Wahlen-noch! Es gibt durchaus Parallelen zur Weimar zeit (wird zw. vehement negiert). Damals stopften sich Großkapital, Lobbyisten und Politik die Taschen voll, feierten rauschende Fest in Berlin. Und das, obwohl 8 Mio. Arbeitslose auf der Straße standen und der gesamte Mittelstand (bes. auch die Landwirtschaft) hochverschuldet war. Das ging so lange gut, bis ein Hitler kam und dir frustrierten Wähler hinter sich brachte.

Im Moment drückt zwar nicht die Arbeitslosigkeit so sehr, viel mehr die immer weiter auseinander klaffende Einkommensschere, das stetige soziale Abrutschen der Unterprivilegierten. Mittlerweile haben wir auch ausgeprägte Zweiklassengesellschaften in vielen Lebensbereichen z. B. in der medizinischen Versorgung, der Rechtssprechung, ja sogar der Ernährung (Bioprodukte sind für diesen Personenkreis unerschwinglich).

Mir scheint, dass unsere selbst ernannten „Eliten“ nicht wissen, was sie anrichten oder sie ignorieren diese Missstände bewusst!

Dietrich Sannes,

Bienenbüttel

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