Heringskrieg am 1. Juni 1996 beendet

Uelzens Chancen als Hansestadt und die damit einhergehenden Leserbriefe zur Historie beschäftigen den Stadthauptmann der Schützengilde Uelzen, Erwin Reitenbach.

Der Kriegszustand aus der Hansezeit ist beendet. Anlässlich des Königsessens der Schützengilde der Stadt Uelzen am 1. Juni 1996 in der Stadthalle wurde durch die Vertreter der Stadt Uelzen und dem Stadthauptmann mit den Repräsentanten des Königreiches Dänemark nach damals 569 Jahren Frieden geschlossen. Am 24. März 1427 erklärte die damalige Hansestadt Uelzen dem dänischen König Erik von Pommern den Krieg. Obwohl Uelzen selbst an dem wendischen Städtetag, auf dem die Kriegserklärung beschlossen wurde, nicht teilnahm, erklärte sie sich mit den anderen Hansestädten solidarisch. Grund der kriegerischen Auseinandersetzung war die Beschneidung der Rechte der Hanse, des Heringsfangs und -handels in Schonen durch den König von Dänemark. Außerdem erhob er Zölle auf jedes Schiff, das den Sund durchfuhr. Ob Uelzen sich an der kriegerischen Handlung beteiligte ist nicht mehr nachzuvollziehen. Das Kontingent, das Uelzen zu stellen hatte, war kaum nennenswert. Lediglich zwei Bewaffnete wären der Uelzener Beitrag gewesen. Jedenfalls erlitten die Truppen der wendischen Hansestädte 1427 eine bittere Niederlage und nach einem Waffenstillstand wurde 1435 endgültig Frieden geschlossen. Wie schon beim Beschluss der Kriegserklärung fehlte Uelzen auch beim Friedensschluss. Dieses wurde nun 1996 nachgeholt und damit kehrte in unserer Heimatstadt endlich der Frieden ein und der sogenannte Heringskrieg war beendet.

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