Leserbrief

„Helios – die unterste Stufe“

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Blick in die Helios-Sterilisation Hildesheim, die für Uelzen die Instrumente reinigt: Immer wieder werden sterile Bestecke aussortiert, weil sie Auffälligkeiten aufweisen.

Zum Beitrag „Operateure unter Druck“ (AZ vom 23. Januar) schreibt Dr. Martin Winkler aus Rosche.

Als Arzt ist es für mich unverständlich, dass nicht die Helios-Klinik in Uelzen dicht gemacht wird, wenn grundlegende Regeln der Krankenhaus-Hygiene und des Mitarbeiterschutzes missachtet werden. Der Helios-Konzern ist unter Ärzten sowohl als Klinikbetreiber wie auch als Arbeitgeber die unterste Stufe, die man sich vermutlich nicht antun würde, wenn es nicht um einen absoluten Notfall geht.

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Im Familienkreis haben haben wir zudem erlebt, dass praktisch kaum deutsch sprechendes Personal im OP- und Anästhesiebereich vorhanden war und eine „Aufklärung“ gar nicht möglich war. Wenn dann aber Op-Bestecke trotz der ganzen Vorfälle in der Vergangenheit nicht in Ordnung sind und ein blutjunger und unerfahrener Strohmann als Geschäftsführer herhält, frage ich mich, wann die zuständigen Stellen in der Gewerbeaufsicht und Politik handeln.

Derzeit wird es zu Lasten der Mitarbeiter gehen, da im Zweifel der einzelne Arzt haftet bzw. die Mitarbeiter im ärztlichen Dienst bzw. in der Pflege mit den in praktisch allen Abteilungen haltlosen Zuständen leben müssen.

Schmeißt Helios aus Uelzen bzw. macht den Laden solange zu, bis sich grundlegend die Patientensicherheit ändert. Solange kann nur für alle Ärzte in der Region gelten: Keine Patienten mehr nach Uelzen in die Klinik schicken, bis nicht allein das Op-Besteck, sondern Geschäftsführung und Betreiber ausgewechselt werden.

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