Heimtierkrematorium in Emern?

Zu Diskussion über die Nachnutzuing eines Bauernhofes:

Der Ortsbürgermeister der Gemeinde Wieren, Herr Peter Meyer, will seinen Bauernhof in Emern verkaufen. Gut so, warum nicht! Kaufinteressent ist eine „Eichenhof Heimbestattungszentrum GmbH“ aus Uelzen. Sie hat beim Bauordnungsamt des Landkreises Uelzen den Bau eines Kleintierkrematoriums für Katzen, Vögel, Hunde etc. bis zu 60 kg beantragt.

Da laut technischer Beschreibung der Verbrennungsanlage bei einer Verbrennungstemperatur von 650 Grad plus einer 2 Sekunden langen Nachverbrennung bei 850 Grad „mit störenden Gerüchen nicht zu rechnen ist“, hat das Bauamt laut Antragsunterlagen auf die Erstellung eines Geruchsgutachtens verzichtet.

So einfach ist das aber nicht. Wir haben eine Heimtierverbrennungsanlage besucht. Laut Auskunft der dort Angestellten entsteht ab und zu dennoch Geruch (sichtbar in Gestalt einer Rauchwolke aus dem 10 m hohen Schornstein). In diesem Fall muss die Anlage „schnellstens“ nachgesteuert werden. Also ist sie offenbar nicht vollautomatisch im Sinne eines geruchsfreien Betriebs zu beherrschen. Der Geruch entstehe immer nur für kurze Zeit, wurde uns gesagt, aber „der Geruch einer Tierkörperverbrennungsanlage gehört zu den übelsten Gerüchen überhaupt“. Das gilt auch für Kleintierverbrennungsanlagen.

Zurzeit gibt es in Deutschland 8 Kleintierkrematorien, das in Emern wäre das neunte. Alle bisherigen Kleintierkrematorien liegen außerhalb von Ortschaften oder in Gewerbegebieten.

Nur in Emern soll die Anlage mitten im Dorf gebaut werden. Das Meyersche Grundstück liegt schräg gegenüber dem ehemaligen Gasthaus und der Kirche. Das ist die Dorfmitte!!

Abgesehen davon passt ein Kleintierkrematorium nicht nach Emern. Emern ist ein über die Jahrhunderte gepflegtes Dorf mit einem dichten Eichenbestand. Einige Eichen stehen dicht an dem Schornstein der geplanten Anlage, aus dem die Abluft mit 300 Grad entströmt. Beeinträchtigt das nicht die Eichen? Ist das keine Störung der Nachbarn -unabhängig vom Gestank, von dem zu befürchten ist, dass er mehrmals am Tag „für kurze Zeit“ entsteht: es sind 6 – 8 Verbrennungen pro Tag geplant.

Ein Heimtierbestattungszentrum passt nicht in den schönen Ort Emern, den die Einwohner seit Jahrhunderten gepflegt und erhalten haben. Wenn das das Abschiedsgeschenk unseres Bürgermeisters an die Gemeinde ist: Wir wollen es nicht haben!

Wen man in Emern auch fragt: Jeder Bürger ist überzeugt, dass so etwas in Emern, noch dazu an diesem Standort mitten im Dorf, nicht genehmigt wird. Das hoffen und erwarten wir auch.

Was uns weiter stört, ist die Heimlichtuerei und auch die Eile, mit der das Vorhaben betrieben wird. Die Bewohner des Ortes haben nur gerüchteweise von dem Vorhaben gehört und dann mühsam Informationen dazu beschafft. Hat der Ortsbürgermeister Meyer nicht auch eine Verpflichtung, die Bürger, die er vertritt, zu informieren?

Gez. Nastke, Schachtschneider, Körtke, Bauermann & Fricke im Namen der Emernschen

Nachbarschaft

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