Der Haushalt? Eine Posse!

Wohin führt der Weg bei den Haushaltsberatungen? Die Politik kündigte an, dass die Steuern erhöht werden könnten. Damit würden Unternehmer wie Einwohner stärker zur Kasse gebeten.
+
Wohin führt der Weg bei den Haushaltsberatungen? Die Politik kündigte an, dass die Steuern erhöht werden könnten. Damit würden Unternehmer wie Einwohner stärker zur Kasse gebeten.

Die Stadt Uelzen muss mindestens 400 000 Euro für das kommende Jahr aufbringen. Zum Artikel „Uelzenern blühen höhere Steuern“ (AZ v. 27. Oktober) schreibt Volker Kahle aus Holdenstedt:

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen – und kann auch nicht gerettet werden. Dies teilten uns vor einigen Wochen die Verantwortlichen mit, als Sie uns Bürger darüber informierten, dass „die Stadtverwaltung Schulden gemacht hat und die Bürger jetzt mit den Schulden leben müssen“ (und sie auch bezahlen müssen).

Vor Wochen wollten die Verantwortlichen sich den Bürgern erklären und fragen, ob denn ein Bürger der Stadt Uelzen etwas weiß, was die Verwaltung nicht weiß (in Form einer Umfrage nach der Haushaltsvorstellung, Anmerk. d. Red.). Man muss schon sehr naiv sein, um zu erwarten, dass wir Interesse daran haben, uns anzuhören, wie man Schulden von rechts nach links dreht und letztendlich sowieso nichts machen kann. Die Bürger haben darauf vertraut, dass die Verwaltung fachlich und kompetent das Richtige tut. Nun sind wir eines besseren belehrt worden. Dies war allerdings schon vor circa einem Jahr zu erkennen. Es war eine Provokation, von einem gekränktem Erklärbär der Verwaltung zu hören, dass es mit Fernbleiben der Schuldenverteidigungsveranstaltung bewiesen sei, dass wir die Bürger kein Interesse an den Zahlen der Stadt Uelzen haben. Zur Info: Man kann das finanzielle Desaster im Internetportal der Stadt Uelzen jederzeit nachlesen, ausdrucken und sich seine Meinung bilden. Einen direkten Einfluss aber haben wir Bürger nicht, wie jetzt wieder aktuell zu sehen ist. Auch werden wir weiter mit falschen Informationen versorgt.

Nach dem stetigen Anhäufen von Schulden wird nun der Bürger informiert, dass er dafür verantwortlich ist und zahlen muss, sonst gibt es keine Musikschulen und Krippen mehr. Was für eine ein Posse. Und es kommt noch schlimmer, denn die, die das verursacht haben, machen fröhlich weiter.

Es ist einfach, dem Bürger und den Unternehmen in die Tasche zu greifen, wenn es nicht das eigene Geld ist. Es zeigt sich immer wieder, dass sie ihren Laden nicht im Griff haben und auch nicht werden, lieber Stadtrat und Herr Bürgermeister.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare