AZ-Leserbriefe

Haben eine zweite Merkel

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Der CDU-Parteitag in Hamburg, bei dem sich Annegret Kramp-Karrenbauer gegen ihre männlichen Konkurrenten Jens Spahn (li.) und Friedrich Merz im Rennen um den Bundesvorsitz durchgesetzt hat, bleibt bei den AZ-Lesern im Gespräch.

Der CDU-Parteitag in Hamburg, auf dem Annegret Kramp Karrenbauer zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt wurde, beschäftigt die Leser. So schreibt Martin Feck aus Wrestedt:

Welches sind die drängendsten Probleme, die eine Regierung, beziehungsweise eine Vorsitzende einer der „großen“ Parteien in Deutschland anpacken und einer Lösung zuführen muss? Der Paragraf 219a gehört mit Sicherheit nicht dazu.

Sinnvoll wäre es, sich ausgiebig mit der Klimaproblematik zu beschäftigen, mit der Dieselgate-Affäre, der Abschaffung des schizophrenen Kooperationsverbots, Neuordnung des desaströsen Bildungssystems, Beseitigung des immensen Armutsrisikos für weite Teile der Bevölkerung, Reform des Rentensystems, Einzahlung aller Erwerbstätigen in die Rentenkasse... und Weiteres mehr.

Die CDU ist tief gespalten, die Protagonisten werden keine Ruhe geben und auf lange Zeit auch keine Ruhe zulassen. Ich habe gehofft, dass wir Merkel los sind; nein, jetzt haben wir zwei Merkel. Wobei AKK weitaus schlimmer als das Original ist!

Zum Leserbrief von Matthias Heuer und der Nichtwahl von Friedrich Merz äußert sich Karl Jongeling aus Uelzen:

Auch wenn Friedrich Merz die Wahl nicht gewonnen hat, seinen Vorschlag, Aktien zu erwerben, sollte man überdenken. Die Meinung von Herrn Matthias Heuer ist aber typisch deutsch. Viele bei uns denken bei dem Wort Aktien wohl immer noch an den Schwarzen Freitag 1929, als die Kurse in den Keller gingen.

Die anderen haben ihre schlechten Erfahrungen mit der Telekom-Aktie nicht ver-gessen. Die Linken schließlich können und wollen nicht verstehen, dass jeder für seine Altersversorgung auch selber verantwortlich ist.

Aber es muss ja keiner Aktien kaufen, zumal, wenn er schon oder bald Rentner ist. Für die Jüngeren jedoch ist die Rente keineswegs sicher, und deshalb sollten sie so früh wie möglich einer eventuellen Altersarmut vorbeugen. Wenn man die richtigen Werte kauft, bringen die immer noch mehr Gewinn als das Geld auf dem Sparbuch. Zur Zeit versauern in der Bundesrepublik 1,4 Billionen Euros auf Sparbüchern und Girokonten.

Für die US-Amerikaner, die allerdings den für alles und alle sorgenden Staat nicht kennen, ist es selbstverständlich, dass sie an ihre Altersversorgung denken, sobald sie Geld verdienen. Die meisten sind deshalb im Alter dann auch nicht arm. Übrigens ist bei manchen deutschen Aktiengesellschaften die Zahl der amerikanischen Aktionäre höher als die der deutschen. Es hat sich wohl herumgesprochen, dass viele deutsche Aktien gute Dividenden bringen und die Deutschen selber von Aktien keine Ahnung haben.

Es ist schade, dass viele bei uns Angst vor dem Kauf von Wertpapieren haben. Schade auch, dass es in der Presse so wenige positive Informationen über Aktien und die Börse gibt.

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