AZ-Leserbrief

Das Haar in der Suppe

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Die Qualität deutscher Gewässer ist prekär, erklärt der WWF und nennt die Elbe als Beispiel. Leser Hinrich Hayessen erinnert daran, dass der Zustand des Flusses sich verbessert habe. 

Zu den beiden Berichten „WWF: ,Zustand deutscher Gewässer ist prekär‘ “ und „Mittelschicht in Deutschland schwindet weiter“ (AZ vom 6. November) schreibt Hinrich Hayessen aus Uelzen:

Ich weiß, man kann die Zeitung nicht nur mit eigenen Artikeln füllen. Aber müssen Pressemitteilungen des WWF und der Hans-Böckler-Stiftung so prominent auf Seite 1 erscheinen?

Der WWF findet den Zustand der deutschen Gewässer „prekär“. Als Beispiel wird die Elbe genannt und groß abgebildet – ein Fluss, dessen Zustand sich in den letzten Jahren ständig verbessert hat. Aber das sagt der WWF nicht.

Ich vermute, gute Nachrichten sind für das Spendenaufkommen eher schädlich. Ja, und die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung widmet sich auch bei boomender Wirtschaft und sinkender Arbeitslosigkeit lieber dem Haar in der Suppe widmet: Wen wundert’s? Also bitte: Pressemeldungen von Vereinen und Verbänden nicht so prominent abdrucken.

Anmerkung der Red.: Die beiden Berichte wurden von den Nachrichtenagenturen Agence France-Presse (afp) und Deutsche Presse Agentur (dpa) bereitgestellt, die Informationen des WWF und der Hans-Böckler-Stiftung journalistisch aufbereitet haben.

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