Leserbrief

Grundrechte eingeschränkt

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Wer Angst vor dem Wolf haben muss, ist in seinen Grundrechten eingeschränkt, kritisiert Ulrich Merz aus Növenthien.

Zu unserer Berichterstattung zum Thema Wolf schreibt Ulrich Merz aus Növenthien:

Es ist für die Politik in Deutschland einfacher und selbstverständlicher ihre „Freiheit am Hindukusch“ zu verteidigen, als für den Art 2,2 GG zu garantieren. In dem Artikel wird das Menschen-und Grundrecht auf „körperliche Unversehrtheit“ und ein „Leben in Freiheit“ geschützt. Die „körperliche Unversehrtheit“ umschließt den Schutz der körperlichen- und seelischen Gesundheit.

Wie der AZ im Artikel „Resolution in Sachen Wolf“ zu entnehmen war, geht „bei vielen Menschen die Angst um“, sind die Grund- und Menschenrechte eingeschränkt.

Für „die Angst, die bei den Menschen umgeht“ – ich bin davon auch betroffen, wenn ich durch unsere Wälder gehe – zeichnet eine wolfsverliebte, doch eine finanzstarke, einflussreiche, durch Lobbyarbeit geschulte Minderheit verantwortlich.

Die „Angst“ der Mehrheit, wird jedoch durch einen ideologisierten, idealisierten Tierschutz zu einem untergeordneten Subjekt degradiert. Diese Politik einer Tatsachenverleugnung hat in den Städten zu „No-Go-Areas“ geführt und führt zu „No-Go-Areas“ in unserer Kulturlandschaft.

Obwohl die tägliche Auseinandersetzung mit dem Wolf durch Weidetierhalter, Schäfer, Gehegewildhalter, schlussendlich der Landbevölkerung, der Waldkitas bekannt ist, wird die Existenz bedrohende, die Grundrechte gefährdende Lage, negiert. (...)

Mit diesem Hintergrund ist es umso erfreulicher, dass der Kreisumweltausschuss (endlich!) mit Vertretern der CDU, Grüne, FDP, AfD den Ernst unserer Lage erkannte (und wie inzwischen auch der Kreistag, d. Red.) ein „Zeichen“ setzte, indem man die Landesregierung „auffordert“, „weitergehende Maßnahmen gegen den Wolf, zu ergreifen“. (...)

In seinem exzellenten Kommentar vom 4. Februar schreibt Thomas Mitzlaff: „Ob es wirklich Glück ist, wenn man als Wolf in Deutschland durch die Wälder zieht?“ Für ihn nicht. Und für uns Menschen auch nicht mehr.

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