Leserbrief

Größten Respekt, Herr Gustävel

Claudia und Oliver Schmidt aus Uelzen fassen ihre Eindrücke vom Uelzener Open R zusammen:

Die letzten Töne sind verklungen, von der Bühne ist (fast) nichts mehr zu sehen und das 9. „Uelzen Open R“ ist Geschichte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, weil – dieses Festival hat Geschichte geschrieben. Seit Joe Cocker 1984 im Industriehafen aufgetreten ist oder Herbert Grönemeyer 1994, hat Uelzen ja schon das eine oder andere Highlight erleben dürfen. Jedes für sich ein Meilenstein!

Das „Uelzen Open R 2017“ aber hat alles bisher Gebotene in den Schatten gestellt. Hätte vor ein paar Jahren jemand erzählt, Rea Garvey, Roger Hodgson, Bob Geldof oder gar Sting würden eines Tages in Uelzen auftreten – man hätte ihn vermutlich ausgelacht oder einen Arzt gerufen. Wir haben in diesem Jahr das eine oder andere Private zu feiern und das exquisite Line Up zum Anlass genommen, dies auf dem „Uelzen Open R“ zu tun.

Schon der Auftakt mit Sting hatte etwas ganz Besonderes. Wir waren uns sicher, dass es schwierig werden könnte, diesen fantastischen Abend noch zu toppen. Der Samstag war sicherlich der abwechslungsreichste und bot uns ein tolles Programm mit einem Supersound.

Unser persönliches Highlight war dann die „Freakshow“ am Sonntag. Das Programm mehr für den Musiksachverständigen. Und tatsächlich … Roger Hodgson hat es geschafft, dem ersten Abend noch einen drauf zu setzen. Leider ein wenig zu kurz.

Die ganze Veranstaltung war nahezu perfekt organisiert. Es gab genügend Getränkestände, das Speisenangebot ließ unserer Meinung nach keine Wünsche offen, die Preise auf dem Gelände waren für ein Festival familienfreundlich. Einziger kleiner Wermutstropfen: Die Tribünengäste und die hinteren Reihen hätten sich über LED-Displays gefreut.

Lieber Uli Gustävel, Sie haben es wieder einmal geschafft, mit dem Künstlerangebot einen Spannungsbogen herzustellen, der mit Amy MacDonald einen stimmungsvollen Ausklang gefunden hat. Uelzen darf froh und dankbar sein, jemanden zu haben, der den Mut und die Ausdauer besessen hat, eine solche Veranstaltung in einer Kleinstadt, wie Uelzen, zu etablieren und der hoffentlich auch noch lange „bekloppt genug“ ist, dieses großartige Open R weiterzuführen.

Ein Event mit einem solchen Aufgebot an (mittlerweile internationalen) Topstars zu organisieren verdient unseren allergrößten Respekt. Vielen Dank für dieses tolle, friedliche Erlebnis, und bitte weiter so. Übrigens: Toto in Uelzen – wär ein Traum!

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